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Bewährungsprobe

Der Wahlkampf der CDU schien in den letzten Wochen in Klein-Klein und Selbstdemontage zu versacken. Nichts von Aufbruch und Angriff. Die Union erschien einmal mehr als zerstrittener Laden. Bundeskanzler Gerhard Schröder kam in die Offensive und grub gar seine vergifteten Friedenspfeile aus, die ihm vor drei Jahren die Kanzlerschaft retteten. Damals Irak, jetzt der Iran? Nun hat die Union-Kanzlerkandidatin Angela Merkel ihr „Kompetenzteam“ vorgestellt, und sie hat die Aussicht, endlich in die Offensive zu kommen, wie man es von der Herausfordererin erwartet. Die Vorgestellten repräsentieren die „Bandbreite“ der Volkspartei, von der Linkskatholikin Annette Schavan, die als Kultusministerin in Baden-Württemberg Lehrpläne mit einer eigentümlichen Mischung aus 68er-Geist und Technokratie zu verantworten hat, über den tüchtigen Ministerpräsidenten von Thüringer, Dieter Althaus, bis zum klassischen Liberalen und ehemaligen Verfassungsrichter Paul Kirchhof und den christlichen-konservativen Landespolitikern Ursula von der Leyen (Familienministerin in Niedersachsen) und Günther Beckstein. Beide verkörpern eine geistige Haltung und Politik, die von Patrioten und Nationalkonservativen unterstützt werden kann. Der bayerische Innenminister vertritt mit seinen 12 Jahren politischer Erfahrung eine „innere Sicherheit“ aus einem Guß: keine Toleranz für islamische Terroristen, Schluß mit den Multikulti-Träumen der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth, eine Grundgesetzänderung, die im Zeichen des islamistischen Krieges die Landesverteidigung durch die Bundeswehr ohne Wenn und Aber erlaubt. Und auch von der Leyen, Tochter des früheren tüchtigen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht, ist ein glaubhafter Lichtblick für konservative CDU-Wähler inmitten unserer säkularisierten Umwelt. Es war höchste Zeit für ein solches Signal. Die oft so ängstliche und medienfixierte Kanzlerkandidatin muß endlich Profil zeigen. Ihr schlimmer Sündenfall des Fraktionsausschlusses von Martin Hohmann unter den Drohungen von Friede Springer und unserer Political-Correctness-Mafia ist bei Konservativen und Patrioten nicht vergessen. Man erhofft nun von Merkel, daß sie sich von ihrer Panik vor dem linken Zeitgeist lösen kann und eine mutige liberal-konservative Politik zu treiben vermag. Sie wird sich nach dem 18. September zu bewähren haben – eine Bewährungsprobe für die CDU wie selten. Prof. Dr. Klaus Hornung lehrte Politikwissenschaften an der Universität Hohenheim.

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