Quietschfidel

Jeder Club, der etwas auf sich hält, ist stolz auf sie. Sie sind nett anzusehen, zumeist behend in ihren Bewegungen und garantieren den Erfolg. Zumindest wenn sie ihrem Namen alle Ehre machen und das fade Publikum zu Beifallsstürmen animieren. Doch was da in den USA oder Deutschland (bis 10.000 organisierte Cheerleader; Tendenz steigend) so farbenfroh und quietschfidel der Unterhaltung dient, hat es in sich. „Cheerleading“ ist harte Arbeit – und nicht ungefährlich. Abseits der bunten Puschel sind die „Stunts“, das „Tumbling“ und die „Basket Tosses“ nicht immer von Erfolg gekrönt, wie Studien des National Center for Catastrophic Injury Research deutlich belegen. Demzufolge hängen zwei Drittel aller Unfälle an US-High-Schools mit dem „Cheerleading“ zusammen. Aus diesem Grund hat nun das Oberste Gericht von Wisconsin „Cheerleading“ als Kontaktsport eingestuft – zusammen mit Karate-Kämpfern oder Ringern. Heißt: Sportler können keine Klagen aufgrund von „accidental“ (Unfall-) Verletzungen einreichen. Doch Klage hin und Klage her – viel Spaß und viel Vertrauen beim Pyramidenbau! Zur Not gibt es ja noch die National Cheer Safety Foundation mit ihren Tips (www.nationalcheersafety.com).

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