Sperrmüll

Vor einer Woche stellten Gesine Schwan und Franz Müntefering das neue Buch der Präsidentschaftskandidatin „Woraus wir leben“ vor. Der Raum war mit 400 bis 500 Leuten gefüllt und damit nicht ganz voll. Gesine Schwan behauptet, sie erfahre sehr viel Zustimmung bei ihren Auftritten. Tatsache ist, daß sage und schreibe 220 Personen angemeldet waren, Medienvertreter und andere Hofschranzen also. So sieht die Zustimmung zu Schwans Ambitionen wirklich aus: Sie hat die Medien auf ihrer Seite – die normalen Leute aber sind eher desinteressiert. In den Redebeiträgen zeigte sich, warum das so ist. Schwan ist durch und durch Professorin, redet in unendlichen Bandwurmsätzen über global governance oder NGOs und anderen Soziologen-Sperrmüll, mit dem der Durchschnittsdeutsche kaum etwas anfangen kann. Was für einen Gegensatz bot da Franz Müntefering! Der Sauerländer ist wenigstens in der Lage, klare Sätze zu formulieren („SPD kann Wahlkampf“), auch wenn er das Falsche sagt. Dieses Kontrastprogramm hat noch mal gezeigt: Gäbe es eine Volkswahl, so hätte Gesine Schwan keine Chance – trotz Medienunterstützung.

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