Auf dem Heilsweg

Da der „Weltenretter“ auch vor den mit der Hölle spielenden Metal-Bands nicht zurückschreckt, zeigt er uns vor dem Weihnachtsfest, da wieder seine Geburt gefeiert wird, wie auch dort ein Heilsweg möglich ist. Beispielhaft demonstriert dies Brian „Head“ Welch, einst Kreativkopf der ebenso stilprägenden wie skandalumwitterten Nu Metal Band Korn, mit seiner Lebensbeichte „Rette mich vor mir selbst: Warum ich Gott fand und Korn hinschmiߓ (I.P. Verlag Jeske, Berlin 2008, 208 Seiten, 19,90 Euro). Das Buch erzählt die Geschichte eines Rockstars am Abgrund, seiner Drogensucht und der wundersamen Erlösung durch Jesus Christus. Beim Manuskript allerdings, oh Gott, hat Dein Sohn leider weggeschaut! Es ist allzu redundant. Und doch berührt die Lektüre, weil Welch minutiös seine ersten Kommunikationsversuche mit Gott schildert – es sind gerade die Momente des Abgrunds, die ihn beinahe auf die andere Seite geführt hätten. Heute findet sich Gevatter Hein allenfalls als Totenkopfmotiv auf seinem T-Shirt. Irritierend bleibt aber der Anlauf zur Errettung: Immerhin dauerte es trotz permanenten Speed-Konsums über zehn Jahre, bis Welch den gelebten Kindheits­traum Rockstar gegen eine Existenz als Kind Gottes eintauschte.

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