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Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Trotz Gebühren: Kostenpflichtiges Streamen bei der ARD

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Trotz Gebühren: Kostenpflichtiges Streamen bei der ARD

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Trotz Gebühren: Kostenpflichtiges Streamen bei der ARD

ARD Plus: Über eine neue App will die ARD Zusatzeinanahmen generieren. Foto: dpa
ARD Plus: Über eine neue App will die ARD Zusatzeinanahmen generieren. Foto: dpa
Über eine neue App will die ARD Zusatzeinanahmen generieren. Foto: dpa
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
 

Trotz Gebühren: Kostenpflichtiges Streamen bei der ARD

KÖLN. Trotz eines Anteils von knapp sechs Milliarden Euro an den Zwangsgebühren bringt die ARD nun eine Pay-TV-App auf den Markt. Zusätzlich zum Rundfunkbeitrag werden noch einmal 4,99 Euro im Monat fällig. Über „ARD Plus“ zeigt der Sender alte Produktionen und will sich das von den Zuschauern bezahlen lassen.

Der öffentlich-rechtliche Sender bietet dort rund 450 alte „Tatort“-Folgen zum Streamen an. Auch andere Serien wie „Mord mit Aussicht“, „Der Tatortreiniger“, „Monaco Franze“ oder die „Sesamstraße“ können hier kostenpflichtig abgerufen werden. Laut Eigenwerbung geht es um „70 Jahre Fernsehgeschichte“.

Kritik an der ARD

Doch das Angebot ist vor dem Hintergrund der Rekord-Einnahmen über den Rundfunkbeitrag und die Skandale um die Selbstbedienungsmentalität in verschiedenen Anstalten nicht unumstritten.

Der medienpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Thomas Hacker, fordert gegenüber Bild, daß die Einnahmen aus der App die Zwangsgebühren senken sollten: „Ein kostenpflichtiges Streaming-Angebot der ARD darf keine zusätzliche Einnahmequelle sein, sondern muß dann mit Rundfunkbeiträgen und Werbeeinnahmen gegengerechnet werden.“ Doch davon will der Sender nichts wissen.

Der Politiker meint, es sei nicht Auftrag der Anstalt, in den Streaming-Wettbewerb mit Magenta TV, Amazon und Co. zu treten. Viele der Angebote könnten die Zuschauer bereits bei der Konkurrenz sehen: „Mit diesem App-Angebot sorgt die ARD nur für einen weiteren Grund, ihr Beitragsmodell kritisch zu hinterfragen.“

Bisher war das kostenpflichtige Angebot bei Magenta TV, Amazon Channels und AppleTV eingebettet und dort verfügbar – neuerdings nun auch über eine eigene App bzw. Website. „Steigende Abrufzahlen und eine wachsende Nutzerakzeptanz bestärken uns in unserem Vorhaben, die Reichweite von ‚ARD Plus‘ auszubauen und es auch als eigenständigen, bedienungsfreundlichen Streaming-Service anzubieten“, erklärt Michael Loeb, Geschäftsführer der ARD Plus GmbH. Gezeigt werden Sendungen, an denen die ARD keine Rechte mehr zur kostenlosen Auswertung in der Mediathek besitzt. (fh)

Über eine neue App will die ARD Zusatzeinanahmen generieren. Foto: dpa
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