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Politische Korrektheit: „Tatort“-Kommissarin beklagt langweilige Drehbücher

Politische Korrektheit: „Tatort“-Kommissarin beklagt langweilige Drehbücher

Politische Korrektheit: „Tatort“-Kommissarin beklagt langweilige Drehbücher

Ulrike Folkerts
Ulrike Folkerts
Schauspielerin Ulrike Folkerts: Politische Korrektheit macht Drehbücher langweilig Foto: picture alliance / dpa
Politische Korrektheit
 

„Tatort“-Kommissarin beklagt langweilige Drehbücher

BERLIN. Die Schauspielerin Ulrike Folkerts hat sich über die politische Korrektheit in der „Tatort“-Fernsehserie beklagt. Diese habe die Krimireihe langweilig gemacht. „Heute findest du doch keinen ‘Tatort’-Kommissar mehr, der sich um 20.15 Uhr betrinkt, geschweige denn einen, der raucht“, sagte sie gegenüber dem Süddeutsche Zeitung Magazin. „Warum? Weil das politisch nicht korrekt ist.“

Diese Korrektheit sei eine „vorgeschobene Einfühlsamkeit“ dem Zuschauer gegenüber, die mittlerweile „eine ganze Generation von Drehbuchschreibern“ hemme. „Sie zeigen das Leben nicht mehr so, wie es nun mal ist.“ Folkerts, die seit 25 Jahren die Figur der Kommissarin Lena Odenthal spielt, betrachtet daher jetzige „Tatort“-Folgen, „die wir für brutal halten“, als wenig fesselnd. Spannung habe „mit der Zahl der Leichen“ wenig zu tun.

So müsse heute ihre Figur vor allem als Frau immer mitfühlen, immer Verständnis zeigen, nie über die Stränge schlagen und immer auf die Seite der Schwachen stehen. „Das ist nicht nur vorhersehbar, das ist auch langweilig.“ Es herrsche beim „Tatort“ allgemein eine „Phantasielosigkeit, das geht mir auf den Keks“. (FA)

Schauspielerin Ulrike Folkerts: Politische Korrektheit macht Drehbücher langweilig Foto: picture alliance / dpa
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