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Studie zu Willkommenskultur: Skepsis gegenüber Zuwanderung nach Deutschland sinkt

Studie zu Willkommenskultur: Skepsis gegenüber Zuwanderung nach Deutschland sinkt

Studie zu Willkommenskultur: Skepsis gegenüber Zuwanderung nach Deutschland sinkt

Migranten in Dortmund: Knapp die Hälfte der Deutschen plädiert dafür, „aus humanitären Gründen“ mehr Migranten nach Deutschland zu holen
Migranten in Dortmund: Knapp die Hälfte der Deutschen plädiert dafür, „aus humanitären Gründen“ mehr Migranten nach Deutschland zu holen
Migranten in Dortmund: Knapp die Hälfte der Deutschen plädiert dafür, „aus humanitären Gründen“ mehr Migranten nach Deutschland zu holen Foto: picture alliance / Bernd Thissen / dpa
Studie zu Willkommenskultur
 

Skepsis gegenüber Zuwanderung nach Deutschland sinkt

BERLIN. Migration hat in der Bundesrepublik an Zustimmung gewonnen. Die Mehrheit Deutschen ist der Ansicht, Zuwanderung bringe wirtschaftliche Vorteile, wie eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung zur Willkommenskultur ergeben hat.

Dieser zufolge erhoffen sich rund 68 Prozent der Befragten durch den Zuzug von Ausländern Anreize für die Ansiedlung internationaler Firmen in Deutschland. 55 Prozent halten Migration für eine sinnvolle Maßnahme gegen den Fachkräftemangel.

Knapp zwei Drittel der Deutschen erwarten überdies eine geringere Überalterung der Gesellschaft, wenn mehr Menschen aus dem Ausland in die Bundesrepublik ziehen. Rund 48 Prozent rechnen mit Mehreinnahmen für den Rentenkassen. Alle Werte liegen damit höher als bei den vorhergehenden Umfragen in den Jahren 2017 und 2019.

Sorge vor Folgen von Zuwanderung gesunken

Auch die Sorgen vor negativen Folgen durch Zuwanderung sind laut der Studie gesunken. Dennoch werden sie nach wie vor von der Mehrheit der Befragten geteilt. So befürchten 67 Prozent Belastungen für den Sozialstaat. 2019 waren es 71 Prozent. 66 Prozent rechnen zudem mit Konflikten zwischen Einwanderern und Deutschen. Im Vergleich zu 2019 hat der Wert um drei Prozentpunkte abgenommen.

Rund 56 Prozent der Befragten gehen davon aus, daß eine Zunahme von Migration zu Problemen an Schulen führen könnte. 2019 waren es 64 Prozent. Auf dem gleichen Stand wie vor drei Jahren ist mit 59 Prozent die Sorge vor Wohnungsnot in Ballungsräumen.

Studie zeige Ost-West-Gefälle

Der Bertelsmann-Stiftung zufolge gibt es bei den Ergebnissen ein Gefälle zwischen den Befragten aus dem Westen Deutschlands und jenen aus den östlichen Bundesländern. Die Sorge vor den Folgen von Zuwanderung sei bei Letzteren teils deutlich größer.

Zudem gebe es nach wie vor Unterscheide bei der Zustimmung zu Arbeits- und Asylmigration. 71 Prozent der Befragten attestieren der Bevölkerung eine große Bereitschaft, Menschen willkommen zu heißen, die zum Arbeiten oder Studieren nach Deutschland kommen. Für Flüchtlinge liegt dieser Wert bei 59 Prozent.

Hälfte der Deutschen will mehr Migranten aufnehmen

Rund 36 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Ansicht, die Bundesrepublik könne derzeit nicht mehr Einwanderer aufnehmen, weil die Belastungsgrenze bereits erreicht sei. 2017 teilten 56 Prozent diese Einschätzung. Zudem plädiere jeder zweite dafür, „aus humanitären Gründen“ mehr Migranten nach Deutschland zu holen. Die Aufnahmebereitschaft sei im Vergleich zu 2019 insgesamt gestiegen und liege derzeit etwa auf dem Niveau von 2015.

„Das Verhältnis der deutschen Bevölkerung zur Migration hat sich seit dem Höhepunkt der ‘Fluchtkrise’ 2015 kontinuierlich verbessert und die Chancen von Zuwanderung rücken immer mehr in den Fokus“, heißt es vom Migrationsexperten der Stiftung, Orkan Kösemen.  Grund dafür seien unter anderem die Erfahrungen aus der Corona-Krise. „Viele Menschen haben konkreter erfahren, wie wichtig es ist, daß die kritische Infrastruktur funktioniert und daß wir hierfür auch auf Zuwanderung angewiesen sind, von der Pflege, über den Dienstleistungssektor bis hin zur Landwirtschaft.“ (zit)

Migranten in Dortmund: Knapp die Hälfte der Deutschen plädiert dafür, „aus humanitären Gründen“ mehr Migranten nach Deutschland zu holen Foto: picture alliance / Bernd Thissen / dpa
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