Probe auf der Bühne des Staatsballetts Berlin Foto: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen
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Staatsballett Berlin
 

Ballettmeisterin widerspricht Rassismus-Vorwürfen

BERLIN. Die Ballettmeisterin am Berliner Staatsballett, Barbara Schroeder, hat die gegen sie erhobenen Rassismus-Vorwürfe zurückgewiesen. „Kein Vorwurf gegen mich stimmt. In meiner Wahrnehmung gab es gegenüber Chloé Lopes Gomes nie Rassismus“, betonte die ehemalige Tänzerin der Berliner Zeitung gegenüber.

Die französische Ballerina Chloé Lopes Gomes hatte ihr rassistische Diskriminierung vorgeworfen, nachdem ihr Vertrag im Ensemble nicht verlängert wurde. Schroeder solle die dunkelhäutige Tänzerin bei unterschiedlichen Gelegenheiten ihrer Hautfarbe wegen beleidigt haben.

Gomes erhält 16.000 Euro Entschädigungssumme

Im Rechtsstreit mit dem Staatsballett wurde ihr deshalb eine Entschädigungssumme von 16.000 Euro und eine Vertragsverlängerung zugesprochen. Kurz darauf verließ Gomes das Staatsballett, um eine Stelle in Straßburg anzunehmen.

Das Staatsballett mahnte Schroeder wegen der Anschuldigungen in drei Fällen ab. Die Ballettmeisterin ging daraufhin gerichtlich gegen die Abmahnungen vor. Vergangene Woche einigten sich Tänzerin und Staatsballett auf einen Vergleich. Das Ensemble muss die Abmahnungen nun bis zum März 2022 zurücknehmen.

Intendanz stellt sich auf die Seite der französischen Ballerina

Die Intendanz des Ensembles stellte sich seinerzeit auf die Seite der französischen Tänzerin und verpflichtete die Ballettmeisterin dazu, mehrere sogenannte „Anti-Rassismus-Seminare“ besuchen. Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT wollte man sich nicht dazu äußern, wieso die Leitung des Hauses sich für Gomes und gegen Schroeder positioniert hatte.

Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) lobte das Staatsballett für sein augenblickliches Handeln. Auch die Medien empörten sich damals unter dem Eindruck des scheinbaren Rassismus-Skandals. (fw)

Probe auf der Bühne des Staatsballetts Berlin Foto: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen
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