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Tänzerinnen des Staatsballetts Berlin: Die Intendanz will mehr Diversität in dem Esemble
Tänzerinnen des Staatsballetts Berlin: Die Intendanz will mehr Diversität in dem Esemble Foto: picture alliance/Soeren Stache/dpa

Nach Vorwürfen von schwarzer Tänzerin
 

Berliner Staatsballett will sich anti-rassistisch aufstellen

BERLIN. Das Staatsballett Berlin hat angekündigt, künftig die „künstlerische Strahlkraft der Diversität“ abzubilden und sich von „überholten Aufführungsweisen“ zu trennen. Stattdessen müßten Traditionen in einem neuen Licht und mit anderem Bewußtsein betrachtet werden. Dazu werde es sein Programm auf rassistische und diskriminierende Strukturen überprüfen, teilte die Intendanz des Staatsballetts Berlin mit.

„Wir sind uns bewußt, daß das Ballettgenre People of Colour (Farbige) im Laufe seiner Geschichte marginalisierte. Wir sehen es als unseren künstlerischen Auftrag an, ein Spiegel der Gesellschaft zu sein“, heißt es in der Mitteilung.  Das Ensemble wolle sich nun neu ausrichten und eine geschützte und wertschätzende Atmosphäre für alle Mitarbeiter schaffen.

Berliner Staatsballett nimmt Hilfe von Anti-Diskriminierungsstellen in Anspruch

Die Kultureinrichtung plane derzeit Seminare und Workshops für die Angestellten, um sie über Rassismus und Diskriminierung aufzuklären. Zudem habe sie eine Untersuchung innerhalb des Ensembles eingeleitet, die von externen Beratungsstellen wie dem Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung oder dem Themis-Verein gegen sexuelle Belästigung und Gewalt unterstützt werde.

Hintergrund der Ankündigung sind Rassismusvorwürfe der dunkelhäutigen Balletttänzerin Chloé Lopes Gomes. Sie habe sich für eine Schwanensee-Aufführung und für ein Fotoshooting weiß schminken müssen, beklagte sie im RBB. Eine Entschuldigung der Verantwortlichen reiche ihr nicht aus. Es gebe immer noch Leute, die das Ballett als weiße, elitäre Kunstform betrachteten, kritisierte die Französin. (zit)

Tänzerinnen des Staatsballetts Berlin: Die Intendanz will mehr Diversität in dem Esemble Foto: picture alliance/Soeren Stache/dpa
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