„Blackfacing“

Rassismusvorwurf: Gucci nimmt Damenpullover aus Sortiment

FLORENZ. Die Modemarke Gucci hat einen Damenpullover nach Rassismusvorwürfen aus dem Sortiment genommen. Zahlreiche Nutzer in sozialen Netzwerken hatten dem Label vorgeworfen, mit dem Pullover, der Teile des Gesichts bedeckt, „Blackfacing“ zu bewerben.

Dabei handelt es sich um ein besonders aus den USA bekanntes Phänomen, bei dem sich Weiße das Gesicht schwarz anmalen. Zuletzt waren Rücktrittsforderungen gegen den Gouverneur des Bundesstaates Virginia, Ralph Northam, laut geworden, nachdem ein Foto von ihm mit schwarzem Gesicht aufgetaucht war.

Gucci entschuldigte sich mittlerweile für das Kleidungsstück aus seinem Haus. „Wir halten Vielfalt für einen fundamentalen Wert, den es gilt, aufrechtzuerhalten.“ Diversity-Gesichtspunkte stünden bei jeder Unternehmensentscheidung im Vordergrund. Und weiter: „Wir fühlen uns verpflichtet, Vielfalt in unserer Organisation noch stärker zu verbreiten und wollen diesen Vorfall in einen starken Lernmoment für das Gucci-Team und darüber hinaus verwandeln.“

Kritik und Zustimmung auf Twitter

Auf Twitter mischte sich Kritik an Gucci mit Unverständnis über die Entscheidung sowie allgemeinen ästhetischen Bedenken zu dem Pullover.

„Was zum Teufel läuft bei Gucci bloß falsch?“ fragte eine Nutzerin.

„Absolut schändlich“, schrieb ein anderer.

 

„Hört auf diese rassistischen Marken zu unterstützen!“ hieß es weiter.

 

 

Wieder andere fühlten sich durch das Design an eine Horror-Show erinnert.

https://twitter.com/Art_Of_The_Gent/status/1093395927954542593

 

Sänger Dylan Villain hatte eine andere Meinung zu der Sache: „Entschuldigt euch nicht, Gucci!“

https://twitter.com/TheDyllanMurray/status/1093389765649616896

(tb)

 

Italienisches Modeunternehmen Gucci Foto: picture alliance/chromorange

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