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Kümmern Sie sich!

Vor einiger Zeit kam die Tochter nach Hause und berichtete aus dem Geschichtsunterricht. Man hatte die Schlacht im Teutoburger Wald durchgenommen, und offenbar hatte die Lehrerin mit deutlich positivem Akzent angesprochen, wie dort die Römer aus dem Feld und aus Germanien gefegt worden waren.

Nun tut sich im Geschichtsunterricht des Gymnasiums ja nicht mehr viel. Er wird sowieso nur mit langen Unterbrechungen erteilt. Für das korrekte Bild über die NS-Zeit als dem bundesdeutschen Geschichtshauptthema werden die Schüler ohnehin durch Fernsehen und den Genuß von Kollektivschuldliteratur im Deutschunterricht zeitig präpariert. Was über Geschichte sonst noch so gesagt wird, habe ich schon aus beruflichen Gründen mit Interesse verfolgt, es scheint bisher überwiegend nicht „korrekt“, sondern zutreffend gewesen zu sein.

Die Sache mit dem Teutoburger Wald hat mich erneut neugierig werden lassen, auf welcher Basis das Lehrmaterial das Thema abhandelt. Der suchende Blick ins Geschichtsbuch fiel dann ein wenig überraschend aus: „Kelten und Germanen werden Römer“, wird dort verkündet, wobei Germanien im Schulbuch westlich und südlich des Limes liegt und über den Rest kaum etwas gesagt wird, immerhin sei er „frei“ gewesen. Ein Herr Varus kommt im Personenindex nicht vor, läßt sich aber dann bei genauer Suche doch im Text finden.

Den Zufälligkeiten der Lehrerentscheidung überlassen

Die Vermittlung von Wissen über ein weltgeschichtliches und nationalgeschichtliches Ereignis erster Güte bleibt in der Schule eben immer auch den Zufälligkeiten der Lehrerentscheidung überlassen. Das offizielle Lehrmaterial deutet diese Informationen allenfalls an und nicht nur diese, wie etwas Herumblättern schnell zeigt.

Die Hanse? Wird immerhin erwähnt, das war wohl ein wichtiger Verein, der hauptsächlich zwischen Bremen und Lübeck residierte. Der Deutsche Orden? Einmal erwähnt, als Verteidiger der Kreuzfahrerstaaten im Nahen Osten. Die deutschen Ordensstaaten im Baltikum? Welcher Staat? Die Deutsche Ostsiedlung in Pommern, Böhmen, Schlesien und andernorts bis weit nach Rußland hinein? Welche deutsche Ostsiedlung, bitte schön?

Diese Lücken betreffen Substanz deutscher Nationalgeschichte und sind nicht etwa mit der Wahl des Zeitabschnitts begründet. Das Buch für die Sekundarstufe I beansprucht, den wünschenswerten Informationsstand bis in die Reformationszeit zu vermitteln. Was darin nicht zu finden ist, muß eben durch Eigeninitiative des Lehrpersonals vermittelt werden, oder aber durch die Familie. So ist es an jedem selbst.

Geschichtsvergessene Piratenpartei

Kümmern Sie sich um die Tradierung von selbstverständlichem Wissen an Ihre Kinder oder Enkel! Gehen Sie ihnen ruhig mit Besserwisserei auf die Nerven! Überlassen Sie das Geschichtsbild kommender Generationen in keinem Fall den Zufälligkeiten von Schulbüchern, deren Inhalt auf multilateralen Schulbuchkonferenzen bis zu einer Schrumpfgeschichte international kompatibel eingedampft worden ist!

Was andernfalls schließlich herauskommt, hat gerade diese Woche sehr schön die Stellungnahme der neuen bundesdeutschen Narrenpartei zur jüngsten deutschen Geschichte gezeigt. Die Piraten, die sonst die eigene Unwissenheit zum Markenzeichen erhoben haben, glauben an dieser Stelle doch auch irgendwas zu wissen. So entblöden sie sich nicht, in einer Stellungnahme zur Zeitgeschichte von einem „in der Bevölkerung weitgehend akzeptierten Massenmord an sechs Millionen Kindern, Frauen und Männern“ zu schwadronieren.

Dieser Unfug von der allgemeinen deutschen Zustimmung zum Holocaust hat in den letzten zwei Jahrzehnten bemerkenswerte Verbreitung gefunden, obwohl ihn natürlich in der akademischen Holocaustforschung kein ernstzunehmender Historiker vertritt. Der staatlich organisierte Massentod wurde eben wegen der fehlenden deutschen Zustimmung zur antisemitischen NS-Politik als Staatsgeheimnis behandelt, und dies nicht nur nach Ansicht seiner Initiatoren mit Erfolg. Auch das muß man wohl persönlich aussprechen, in der Schule erfährt es die Jugend sonst vielleicht nicht.

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