Brunner
Gerwald Claus-Brunner (Piraten) Anfang September im Berliner Abgeordnetenhaus Foto: picture alliance / ZB
Suizid von Gerwald Claus-Brunner

Piraten-Politiker soll vor Selbstmord Mann getötet haben

BERLIN. Der Selbstmord des Berliner Piraten-Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner wirft weiter Fragen auf. Der 44 Jahre alte Politiker soll vor seinem Suizid einen jungen Mann mißbraucht und ermordet haben, berichtet die Bild-Zeitung. Claus-Brunners Leiche war neben einem weiteren Toten am Montag in seiner Berliner Wohnung aufgefunden worden.

Bei dem zweiten Toten soll es sich laut dem Blatt um einen 1987 geborenen jungen Mann mit zierlicher Figur gehandelt haben, der erwürgt wurde. Zudem hätten sich die beiden gekannt. Die Tat ereignete sich demnach in einer anderen Wohnung. Claus-Brunner habe die Leiche dann in seine Wohnung gebracht und sich dort mit einem Stromschlag selbst getötet. Laut der Berliner Polizei wurde das Opfer bereits einige Tage zuvor durch stumpfe Gewalt getötet.

Piraten sprachen von „unheilbarer Krankheit“

Claus-Brunner saß seit 2011 für die Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus. Immer wieder beklagte er sich dabei über fehlenden Rückhalt in der Fraktion. Am 23. Juni hatte der Politiker seinen Selbstmord in einer Rede indirekt angekündigt. „Und ihr werdet auch in der laufenden Legislatur für mich am Anfang irgendeiner Plenarsitzung mal aufstehen dürfen und eine Minute stillschweigen.“

Die Piraten hatten in einer ersten Reaktion behauptet, Claus-Brunner sei von einer „unheilbaren Krankheit“ betroffen gewesen. „Faxe, wie wir ihn alle nannten, war nie unumstritten, Faxe war nie einfach, und er hatte es auch nie leicht. Jeder von uns kann eine Geschichte über ihn erzählen“, hieß es in einer Mitteilung der Partei. (ho)

Gerwald Claus-Brunner (Piraten) Anfang September im Berliner Abgeordnetenhaus Foto: picture alliance / ZB

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