Roland Borchers wird neuer Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (JF berichtete). Die Stiftung hat es in der Vergangenheit leider zugelassen, dass die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten mit den heutigen Migrationsbewegungen verglichen wird.
Zudem ist nicht zu übersehen, dass die nationalsozialistische Gewaltherrschaft mehr oder weniger deutlich als Entschuldigung und Rechtfertigung der Vertreibung dient. Das ist jedoch nicht die Intention der Stiftung. Vergleichbar ist eher der Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich – ein dramatisches und gezieltes Geschehen.
Erinnerung an Vertriebene gehört in den Mittelpunkt
Der Bund der Vertriebenen (BdV) hat jahrelang für eine Erinnerungseinrichtung, in der das eindeutig völkerrechtswidrige Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen aufgeblättert und mit Empathie beleuchtet wird, gekämpft. So gut es ist, dass es diese Gedenkeinrichtung inzwischen gibt, so unübersehbar ist die Relativierung der deutschen Schicksale. Der BdV hat recht, wenn er auf eine Änderung der Darstellung im Interesse der Wahrheit und Menschenrechte drängt.

Ich hoffe sehr, dass unter dem neuen Direktor Borchers, den ich persönlich nicht beurteilen kann, diese Erinnerungseinrichtung sich dieses Teils deutschen Schicksals verstärkt annimmt und das Leid der deutschen Vertriebenen und ihres kulturellen Erbes in den Mittelpunkt stellt. Es geht um Wahrhaftigkeit in der Erinnerung – nichts weniger.
Erika Steinbach, Vorsitzende der AfD-nahen Desiderius Erasmus-Stiftung, seit 2022 Mitglied der AfD, war lange Zeit Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV).





