Kulturkampf um ein Handzeichen: Die Fußballjungen und der Wolf(sgruß)
Kulturkampf um ein Handzeichen: Die Fußballjungen und der Wolf(sgruß)
Kulturkampf um ein Handzeichen: Die Fußballjungen und der Wolf(sgruß)
Der türkische Nationalspieler Merih Demiral (m.) zeigt nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen Österreich im
Achtelfinale der Fußball-EM den Wolfsgruß: Auslöser politischer Verwicklungen Fotos: picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt / JF ///JF-Montage
Fußball ist politisch – ob man will oder nicht. Die Affäre um den Wolfsgruß beim Spiel der Türken gegen Österreich zeigt das eindrücklich. Und entlarvt eine Doppelmoral, die Fußballfunktionäre an den Tag legen.
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„Politische Stellungnahmen, die dazu geeignet sind, Nationalstaaten zu ERHALTEN, werden verboten und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft“
Und das ist sehr inkonsequent.
Warum betreibt man denn da das Große Geschäft mit Sportereignissen mit N a t i o n a l mannschaften, plus Flaggen und Hymnen? Wenn National = Böse wäre, dann würde man damit doch nicht Geld verdienen wollen.
Da würde ich dagen: Wenn schon denn schon.
Jedes Nationalteam muß ein Symbol der „Freude an seiner Identität“ haben, das in Momenten des Erfolgs „gezeigt“ wird. Also gezeigt werden d a r f.
Bei den Türken wäre das der Wolfsgruß, klare Sache. Dann wäre klar, daß der Identitätsfreudewolfsgruß mit „schlimmen Sachen mit Armeniern und Kurden“ nichts zu tun hat.
Bei uns Deutschen könnte ich mir einen „Dreifachschrittwechsel Stechschritt auf der Stelle“ vorstellen. Der Stechschritt wird ja auf der ganzen Welt spontan als Deutsch konnotiert.
Die Italiener würden dann den Römischen Gruß zeigen. Und es wäre klar, daß sie n i c h t den Hitler-Gruß zeigen.
Und so weiter. Für j e d e Nation mit N a t i o n a l mannschaft (auch Frauschaft) wird sich ein geignetes Symbol finden lassen.
Zusammengefasst:
Politische Stellungnahmen, die dazu geeignet sind, Nationalstaaten zu zerstören, sind nicht verboten oder werden sogar gefördert.
Politische Stellungnahmen, die dazu geeignet sind, Nationalstaaten zu ERHALTEN, werden verboten und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft.
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Der türkische Nationalspieler Merih Demiral (m.) zeigt nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen Österreich im
Achtelfinale der Fußball-EM den Wolfsgruß: Auslöser politischer Verwicklungen Fotos: picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt / JF ///JF-Montage
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