Wissenschaft

Klimahysterie auf der Psychocouch

Nach dem ersten Blick in die Zeitschrift könnte man gleich denken, sich verlesen zu haben. Nein, nicht diejenigen, die der blanke Horror ergreift ob der angeblich menschengemachten Klimakatastrophe, nicht diejenigen, die glauben, ein Spurengas in der Atmosphäre packe die Erde in Watte und lasse die Temperatur steigen, nicht diejenigen, die ganz laut „Wir haben keine Zeit mehr!“ rufen, gehören auf die Psychocouch – nein, sondern jene, die Zweifel äußern.

Darüber schreibt Diplom-Psychologe Fabian Chmielewski im Psychotherapeutenjournal, dem Pflicht-Verbandsblatt der Bayerischen Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten. „Die Verleugnung der Apokalypse – der Umgang mit der Klimakrise aus der Perspektive der Existenziellen Psychotherapie.“

Da malen Klimawissenschaftler, Nichtregierungsorganisationen und Aktivistentrupps in dramatischen Bildern schmelzende Polkappen, steigende Meeresspiegel und überhitzende oder manchmal auch erfrierende Städte an die Wand – und die Mehrheit interessiert sich nicht „angemessen“ (Chmielewski) dafür.

„Klimaleugner“ müssen alle krank sein

Sie steigen weiter ins Auto – das fährt wenigstens im Gegensatz zu Bus und Bahn. Sie steigen auch nicht bei Kälte, Dauerregen, Schnee und Eis auf das Fahrrad oder benutzen E-Scooter, um CO2 zu sparen. Sie werden sich vermutlich auch nicht ihre Ölheizungen nehmen lassen und frieren.

„Die düsteren Prophezeiungen der Klimawissenschaftler werden heruntergespielt oder sogar geleugnet, die nötigen klimapolitischen Schritte werden nicht unternommen“, beschwert sich Chmielewski. Jeden Tag hämmern Medien ihre Klimakatastrophenpropaganda hinaus – und die Leser lassen sich vom Dauerfeuer nicht wesentlich beeindrucken und bestellen einfach Zeitungen ab. Sie äußern sogar in Umfragen mehrheitlich, wie wenig sie vom Klimakatastrophismus halten.

Keine Frage für Chmielewski: Die müssen alle krank sein und gehören auf die Couch.

An Fridays-for-Future herangewanzt und trotzdem ignoriert

Aus dem Artikel erhellt sich auch, wie weit fortgeschritten Klimapsychosen schon gediehen sind. So habe die American Psychological Association bereits 2008 eine Arbeitsgruppe zum Thema „Klimawandel“ ins Leben gerufen und warne vor „profunden psychosozialen Verwerfungen durch den Klimawandel“.

„In der jüngeren Zeit haben sich global verschiedene Psychologen und Psychotherapeuten in Anlehnung an die Proteste der Jugend mit der Initiative ‘Psychologists/Psychotherapists for Future’ gleichermaßen positioniert, sie kennzeichnen den Klimawandel als ‘existenzielle Bedrohung’.“

Doch Himmel! „Trotzdem leugnen wichtige Entscheidungsträger entweder den menschengemachten Klimawandel komplett oder verharmlosen ihn und die Dringlichkeit des Handlungsdruck deutlich.“ Da haben sich also Psychologen an die Fridays-for-Future-Kiddies herangewanzt und keiner hört auf sie. Das könne doch nur Verdrängung sein, glaubt Chmielewski und sucht nach Ursachen.

Mehrheitsmeinungen zählen in der Wissenschaft nicht

Er könnte sich besser einmal fragen, wie es kommt, daß selbst erwachsene Menschen in Panik geraten und davon fabulieren, nur „noch wenige Jahre zu haben“ bis die Erde in der Klimakatastrophe versunken und die Menschheit ausgelöscht ist. Wie kann es sein, daß ausgewachsene Journalisten allen Ernstes und kritiklos ein offensichtlich krankes, von NGOs und Fondsgesellschaften als Symbolfigur inszeniertes Mädchen als neues Wunder von Lourdes auf den Schild heben und das ihrem Publikum zu erzählen wagen?

Gewiß, all zuviel naturwissenschaftliches Verständnis ist nicht mehr vorhanden. Nur so kann das Märchen vom CO2 als Treibhausgas – nichts weiter als eine Hypothese, für die es keinen endgültigen Beweis gibt – zur Richtschnur alternativlosen Handelns mit Zerstörung einer gesicherten Energieerzeugung und Industrielandschaft geraten.

Keinen zweifelnden Gedanken verschwendet Chmielewski daran, ob die Hypothese richtig ist. Es kann vollkommen anders sein. Und Mehrheitsmeinungen zählen in Wissenschaft und Technik nicht.

Lösung: Therapien und Schuldempfinden aufbauen

Kritisch wird es, wenn Chmielewski Lösungen vorschlägt: „Langfristig funktionaler ist es, bei Menschen eine Annäherungsmotivation für den Klimaschutz aufzubauen: Wofür lohnt es sich (positiv) die Auseinandersetzung mit der Angst? Wofür lohnen sich die nötigen Einschränkungen im Alltag?“

Gegen ganz hartnäckige „Klimaleugner“ helfe dann nur noch, Therapien und Schuldempfinden aufzubauen. Davon ausgenommen sollen übrigens die FFF-Kiddies sein. Sie seien „existenziell gesund“, diagnostiziert Diplom-Psychologe Chmielewski

Kommunisten haben es vorgemacht: Wer nicht denkt, was jeder zu denken hat, ist „krank“ und wird in Umerziehungslager gesteckt. Kritiker der Theorie vom menschenverursachten Klimawandel in Irrenanstalten. Die Klimasekte nimmt allmählich bedrohliche Formen an.

Bei Biologen, die noch an alte Weisheiten wie „es gibt nur zwei Geschlechter“ glauben, wird der Psychoterror schon drastisch ausgeübt, wie etwa Professor Ulrich Kutschera erfährt. Da paßt, daß die Zeitschrift auf ihre eingeführte „geschlechtersensible Schreibweise“ hinweist: „Bei dieser Ausgabe handelt es sich um ein Heft in der männlichen Sprachform.“

Beim Psychotherapeuthen: „Wichtige Entscheidungsträger leugnen den menschengemachten Klimawandel komplett“ Foto: picture alliance/BSIP

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