BERLIN. Laut dem aktuellen „Trendbarometer“ von Forsa für die Nachrichtensender ntv und RTL belegt die AfD im Osten Deutschlands (ohne Berlin) mit großem Vorsprung Platz eins. Von der Ostsee bis zum Erzgebirge würden 43 Prozent die Oppositionspartei wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären.
Dahinter folgen abgeschlagen die Linkspartei mit 16 und die CDU mit 13 Prozent. Grüne und SPD liegen gleichauf mit jeweils neun Prozent. Alle weiteren Parteien bleiben unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde, darunter die FDP mit drei Prozent.
Besonders dramatisch sind die Zahlen für das BSW, das mit Sahra Wagenknecht kurz nach seiner Gründung vor allem im Osten reüssierte. Forsa kann es aktuell nicht ausweisen, „weil es unterhalb der statistischen Fehlertoleranz liegt“ wie es heißt.
Vergleichswerte zu früheren Umfragen nannten die Sender nicht. Interessant sind die Zahlen vor den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September und in Mecklenburg-Vorpommern zwei Wochen später.

AfD auch deutschlandweit vorn
AfD und Linke bekommen im Osten mehr Zuspruch von den Wählern als in der gesamten Bundesrepublik. Deutschlandweit liegt die AfD laut der gleichen Erhebung bei 28, die Linke bei zwölf Prozent.
Umgekehrt verhält es sich mit der einstigen Volkspartei Union. Sie kommt im gesamten Bundesgebiet noch auf 21 Prozent. Die SPD steht mit zwölf Prozent etwas, die Grünen mit 16 Prozent deutlich besser da.

56 Prozent der Befragten trauen demnach deutschlandweit keiner Partei zu, die Probleme in Deutschland am besten zu lösen. Das größte Zutrauen gibt es demnach zur AfD mit 13 Prozent, vor der Union mit elf Prozent und den Grünen mit acht Prozent. Bei SPD und Linken sind es jeweils fünf Prozent.
Weiterhin miserabel ist deutschlandweit die Beurteilung der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Zufrieden äußerten sich wie in der Vorwoche 13 Prozent der Befragten, unzufrieden 85 Prozent. (fh)





