MAIN-KINZIG-KREIS. Die Wasserversorger im hessischen Main-Kinzig-Kreis haben die Bürger dazu aufgerufen, nicht mehr zu duschen. Wörtlich heißt es in dem Aufruf: „Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten.“ Der Verbrauch von Wasser solle auf „das absolut Notwendigste“ reduziert werden, heißt es von Seiten der Wasseranbieter. Betroffen sind die Einwohner von Freigericht, Langenselbold und Umland, sowie Bruchköbel.
Hintergrund ist ein massiver Waldbrand in der Region. In der am Montag Abend veröffentlichten Warnmeldung heißt es, die vorhandenen Wasserreserven würden dringend zum Löschen benötigt. Mit Blick auf das Ausmaß des Brandes sprach ein Polizeisprecher von „einer Waldfläche von mehreren tausend Quadratmetern“, die betroffen sei. Die Kreisbrandinspektion aus dem bayerischen Aschaffenburg, die bei den Löschungen mithalf, bezifferte die Größe des Brandgebiets auf mindestens 30.000 Quadratmeter.
Brandursache ist unklar
Am Dienstag Morgen konnten die Brände zwar kontrolliert werden, jedoch muss die Feuerwehr weiterhin Glutnester löschen – das sind kleine Brände, oft im Boden versteckt, die nicht direkt erkennbar sind und für weitere Brände sorgen können. Bis diese Arbeit abgeschlossen ist, könnte noch einige Zeit vergehen, sagte ein Sprecher des betroffenen Main-Kinzig-Kreises der Nachrichtenagentur dpa.

Unklar ist bisher, wie der Waldbrand entstehen konnte. Die Polizei schließt Brandstiftung aktuell nicht aus. Am Dienstag soll sich eine Reiterstaffel auf den Weg in die betroffene Region machen, um die Feuerwehr bei ihrer Arbeit zu unterstützen, teilte ein Polizeisprecher mit. (st)





