LONDON. Nachdem auf dem Londoner „Transpride“ am vergangenen Samstag Transparente gezeigt wurden, auf denen die Ermordung der Schriftstellerin J. K. Rowling und Queen Camillas gefordert wurde, hat die örtliche Polizei auf Anfrage der JUNGEN FREIHEIT erklärt, das Video zwar derzeit „zu prüfen und auszuwerten“, aber nicht strafrechtlich zu ermitteln. „Sollte jemand eine Anzeige erstatten wollen, wenden Sie sich bitte an die Rufnummer der Polizei oder erstatten Sie online Anzeige“, sagt ein Polizeisprecher. Bislang habe dies niemand gemacht.

Zuvor waren in sozialen Netzwerken Videos aufgetaucht, in denen ein nicht identifizierbarer Besucher des Transpride ein Schild präsentiert, auf dem Rowling und Queen Camilla abgebildet sind. Dazu prangt ein Schriftzug: „Off with their heads“ (deutsch: „Ab mit ihren Köpfen!“).
Schon häufig gab es Morddrohungen gegen Rowling
Rowling wird seit mehreren Jahren von der LGBTQ-Szene angefeindet, nachdem sie sich kritisch gegenüber der Transideologie geäußert hatte. Mehrfach wandte sie sich etwa gegen die Teilnahme von Transfrauen im Frauensport (JF berichtete). 2022 führte die britische Polizei Ermittlungen gegen Internetnutzer durch, nachdem diese die Schriftstellerin und Erschafferin des Harry-Potter-Universums mit dem Tod bedroht hatten. 2021 veröffentlichten LGBTQ-Anhänger ihre Privatadresse (JF berichtete). Queen Camilla zog im Juni wütende Reaktionen der LGBTQ-Szene auf sich, nachdem sie ein gemeinsames Foto mit Rowling veröffentlicht hatte.
Aufnahmen von der Londoner Trans Pride.
Ein Mann auf dessen Bauch „Free Gaza“ steht, hält eine Rede neben einer Tafel mit Fotos von J.K. Rowling und Queen Camilla, mit der zur Enthauptung der beiden Frauen aufgerufen wird.
Gewaltbereitschaft und Gewaltaufrufe gegen Personen,… pic.twitter.com/Db271HAEr0
— Emrah Erken 🔥🎺 (@AtticusJazz) July 28, 2026
Das Schild wurde während eines Auftritts des verurteilten versuchten Mörders und Transgender-Influencers Sarah Jane Baker präsentiert. Baker trat oberkörperfrei, mit der auf die Brust gemalten Parole „Befreit Gaza“ und einem Kufiya auf. Der 56jährige hatte in der Vergangenheit Bekanntheit erlangt, nachdem er als junger Mann einen Verwandten entführt und gefoltert hatte; im Gefängnis versuchte er, einen Mithäftling zu töten und wurde dafür erneut verurteilt. Zudem ließ er sich seine Hoden amputieren und verspeiste diese. (lb)





