BERLIN. Bei einer Demonstration zur Begehung des islamischen Feiertags Aschura ist in Berlin mehrerer gefallener islamistischer Terroristen gedacht worden. So wurde von Demonstranten etwa der Name des ehemaligen Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah gerufen, der 2024 bei einem israelischen Luftangriff getötet worden war. Auch des Oberhaupts des islamistischen Regimes im Iran, Ali Khamenei, wurde gedacht, wie Bild berichtet.
Für Aufregung sorgten in sozialen Netzwerken zudem Aufnahmen von Kindern, die gefesselt und in Gewänder gekleidet, in der Sommerhitze durch die Demonstration geführt wurden. Der X-Account des Jüdischen Forums bezeichnete das Geschehen als eine „verstörende Instrumentalisierung von Kindern“. Gefesselt und verkleidet seien sie für ein „islamistisches Schauspiel“ in Szene gesetzt worden. Am Tag der Demonstration betrugen die Temperaturen in Berlin 40 Grad.
Aktuell: Vor wenigen Minuten endete am Gendarmenmarkt in Berlin eine islamistische Demonstration zum sogenannten Aschura-Gedenktag.
Zuvor kam es zu einer verstörenden Instrumentalisierung von Kindern: Gefesselt und verkleidet wurden sie für ein islamistisches Schauspiel in Szene… pic.twitter.com/1OxV3232qY
— Jüdisches Forum (JFDA e.V.) (@JFDA_eV) June 27, 2026
Schwarze Fahnen mit Glaubensbekenntnis wurden geschwenkt
Die Demonstranten schwenkten dabei teilweise die Fahnen verschiedener Länder wie der Türkei, des Iran und des Libanon. Auch schwarze Fahnen mit dem auf Arabisch geschriebenen Glaubensbekenntnis waren zu sehen. Diese Fahne wird unter anderem auch von Terrororganisationen wie dem Islamischen Staat verwendet.

Aschura ist ein bedeutender Gedenktag im Islam, der sowohl von Sunniten als auch von Schiiten begangen wird. Während erstere fasten, ist der Tag bei schiitischen Muslimen in erster Linie ein Trauertag, bei dem Prozessionen abgehalten und teilweise rituelle Geißelungen vorgenommen werden. (lb)





