ROSTOCK. Nachdem der mecklenburg-vorpommersche AfD-Landtagsabgeordnete Michael Meister unlängst von mutmaßlichen Linksextremisten körperlich angegriffen worden war (JF berichtete zuerst), hat die Staatsanwaltschaft inzwischen mitgeteilt, ein Selbstbezichtigungsschreiben auf der linksextremen Online-Plattform Indymedia auf seine Echtheit zu prüfen. „Der Eintrag ist bekannt und wird geprüft“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber „Apollo News“. Das Schreiben der mutmaßlichen Täter war Montagnacht – also wenige Tage nach dem Angriff auf Meister – bei Indymedia erschienen.
Das Selbstbezichtigungsschreiben ist kurzgehalten und behauptet, man habe ursprünglich das Auto des AfD-Politikers demolieren wollen, dabei sei Meister der Gruppe „in die Quere“ gekommen. Man habe ihm jedoch „eine schöne Erinnerung dagelassen. So kann er sich den Rest seines Lebens an uns erinnern“, heißt es in dem anonymen Schreiben. Es endet mit dem Aufruf: „Nazis und Faschos angreifen.“
AfD-Politiker kam in ambulante Klinik
Nach Angaben der Polizei soll der AfD-Landtagsabgeordnete Meister in der Nacht auf Donnerstag von zwei unbekannten Männern körperlich angegriffen worden sein. Meister sprach gegenüber der JF davon, einen „Druck im Rücken“ gespürt zu haben. Anscheinend habe einer der Angreifer mit einem spitzen Gegenstand versucht, Meister in den Rücken zu stechen – ein Laptop in seinem Rucksack habe das jedoch abgefangen. Zudem habe der AfD-Politiker einen „Schnitt in den linken Arm“, einen Tritt gegen sein Bein und „mindestens einen Schlag ins Gesicht“ erhalten. Ein Sprecher der Rostocker Polizei wollte die Verwendung eines „spitzen Gegenstandes“ gegenüber der JF zunächst weder bestätigen noch dementieren.

Meister kam nach dem Angriff in eine ambulante Klinik, die er am selben Tag verlassen konnte, wie eine Sprecherin der Rostocker Polizei der JF sagte.
Inzwischen ermittelt die Mordkommission.
Meister wurde nicht zum ersten Mal angegriffen
Nicht zum ersten Mal wird Meister zum Ziel von linksextremen Gewalttätern. Im Dezember 2021 wurde der 51jährige von zwei Personen von hinten attackiert, dabei fielen Parolen wie „Du AfD-Nazischwein“. Meister, Polizist außer Dienst, wehrte sich mit einem „gezielten Faustschlag“ und schlug die Angreifer in die Flucht (JF berichtete).
Im November 2022 zerstachen Unbekannte das Auto des Landtagsabgeordneten – zu diesem Zeitpunkt zum dritten Mal innerhalb von 13 Monaten (JF berichtete). Bisher kam es in keinem der genannten Fälle zu Verhaftungen oder Verurteilungen. (st)





