Michael Meister (AfD): Verteidigt sich mit „gezieltem Faustschlag“
Michael Meister (AfD): Verteidigt sich mit „gezieltem Faustschlag“ Fotos: picture alliance / Fotostand | Fotostand / K. Schmitt / Landtag Mecklenburg-Vorpommern / JF-Montage

Staatsschutz ermittelt
 

AfD-Abgeordneter schlägt gewalttätige Linksextremisten in die Flucht

ROSTOCK. Ein AfD-Politiker hat sich am Wochenende in Rostock erfolgreich gegen zwei gewalttätige Linksextremisten gewehrt. Der Landtagsabgeordnete Michael Meister war laut Angaben der AfD am Sonnabend von hinten attackiert worden und mit Parolen wie „Du AfD-Nazischwein“ beleidigt worden. Der Polizist außer Dienst wehrte sich demnach mit einem „gezielten Faustschlag“ und schlug die Angreifer in die Flucht. Er erlitt dabei jedoch mehrere Hämatome.

Die Rostocker Polizei bestätigte auf JF-Nachfrage entsprechende Ermittlungen. Die Beamten gehen von einer politisch motivierten Tat aus der linken Szene aus, weshalb der Staatsschutz dem Vorfall hinterhergeht.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Schweriner Landtag, Nikolaus Kramer, verurteilte den Angriff: „Wo sind wir eigentlich hingekommen in diesem Land, wenn Abgeordnete auf offener Straße wegen ihrer Parteimitgliedschaft angegriffen werden.“ Er rief Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dazu auf, die Attacke öffentlich zu verurteilen und „ein klares Zeichen gegen solche politisch motivierte Gewalt“ zu setzen. „Andernfalls könnte der Eindruck entstehen, daß die Landesregierung hier aufgrund der AfD-Mitgliedschaft mit zweierlei Maß mißt, was die Täter nur zu weiteren Angriffen motivieren könnte.“

„AfD wünscht Angreifer gute Besserung und schnellen Besuch von der Polizei“

Von der Attacke werde sich die AfD nicht einschüchtern lassen, betonte Kramer. Zudem wünschte er seinem Kollegen Meister gute Besserung. „Auch dem feigen Angreifer wünschen wir gute Besserung und einen schnellen Besuch von der Polizei.“

Die AfD ist seit Jahren die Partei, die die meisten Angriffe auf sich ergehen lassen muß. 2020 registrierte die Polizei fast 700 Attacken auf die AfD, die Täter stammten dabei überwiegend aus der linksradikalen Szene. Am zweithäufigsten waren Grünen-Mitglieder betroffen. Hier registrierte die Polizei 206 Attacken. Dahinter folgten CDU-Vertreter in 189 Fällen gefolgt von der SPD mit 169 Angriffen.

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(ls)

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