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Berlin: Steine auf Autobahn getreten: Freigelassen, weil Geschlecht unklar war?

Berlin: Steine auf Autobahn getreten: Freigelassen, weil Geschlecht unklar war?

Berlin: Steine auf Autobahn getreten: Freigelassen, weil Geschlecht unklar war?

Geschlecht. Eine verdächtige Person trat Steine auf die Fahrbahn der A100. Trotzdem wurde sie von der Polizei freigelassen. Warum? Foto: picture alliance/dpa | Michael Ukas
Geschlecht. Eine verdächtige Person trat Steine auf die Fahrbahn der A100. Trotzdem wurde sie von der Polizei freigelassen. Warum? Foto: picture alliance/dpa | Michael Ukas
Eine verdächtige Person trat Steine auf die Fahrbahn der A100. Trotzdem wurde sie von der Polizei freigelassen. Warum? Foto: picture alliance/dpa | Michael Ukas
Berlin
 

Steine auf Autobahn getreten: Freigelassen, weil Geschlecht unklar war?

Eine 73 Jahre alte Person tritt Pflastersteine auf die Berliner A100 und wird wieder freigelassen. Die GdP vermutet eine unklare Geschlechtsbestimmung als absurden Grund.
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BERLIN. Eine 73 Jahre alte Person hat am Samstagnachmittag in Berlin Pflastersteine von einer Brücke auf die Stadtautobahn A100 getreten und ist nach der Feststellung der Personalien wieder freigelassen worden. Nach ersten Informationen soll sich der Verdächtige als non-binäre Person identifizieren.

Die Gewerkschaft der Polizei fordert nun Aufklärung, ob die sofortige Freilassung mit einer offenbar unklaren Geschlechtsbestimmung zusammenhing.

Nach offiziellen Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall kurz nach 17 Uhr auf der Kaiserdammbrücke im Berliner Stadtteil Westend. Ein Zeuge beobachtete demnach, wie die tatverdächtige Person Pflastersteine an den Rand der Brücke legte und zwei davon mit einem Fuß auf die darunter verlaufende Autobahn beförderte.

Polizei konnte das Geschlecht nicht feststellen

Anschließend wählte der Zeuge den Notruf und hielt die verdächtige Person bis zum Eintreffen der Polizei fest. Dabei soll diese ihn mit einem Stein in der Hand bedroht haben. Fahrzeuge wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht getroffen. Auf der Fahrbahn fanden Einsatzkräfte zwei Steine, die als Beweismittel sichergestellt wurden.

Die Polizei nahm die 73 Jahre alte Person fest und brachte sie für weitere Maßnahmen in ein Polizeigewahrsam. Nach Feststellung der Personalien und erkennungsdienstlicher Behandlung kam sie wieder auf freien Fuß. Die Kriminalpolizei der Direktion 2 West ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Verbindung mit versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Bedrohung.

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Die Gewerkschaft der Polizei kritisierte die Freilassung scharf: „Sollte sich herausstellen, dass die Person wegen einer unklaren Geschlechtsbestimmung auf freien Fuß gesetzt wurde, wäre das ein makabrer Aprilscherz im Juni“, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro. Wer Steine von einer Brücke werfe oder trete, begehe nach seiner Einschätzung ein versuchtes Tötungsdelikt. (rr)

Eine verdächtige Person trat Steine auf die Fahrbahn der A100. Trotzdem wurde sie von der Polizei freigelassen. Warum? Foto: picture alliance/dpa | Michael Ukas
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