WIESBADEN. Rund eineinhalb Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr nach Deutschland eingewandert. Die Zahl der Zuwanderungen fiel im zweiten Jahr in Folge vom Höchststand im Jahr 2023 von etwa 2,7 Millionen auf rund 1,48 Millionen im Jahr 2025, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 210.000 weniger Einwanderungen nach Deutschland (minus 12,4 Prozent).
Mit 180.552 Migranten (12,1 Prozent) kamen am häufigsten Ukrainer nach Deutschland, gefolgt von Rumänen mit 160.758 Bürgern (10,8 Prozent). Die drittstärkste Gruppe waren Türken mit 74.345 Einwanderern (fünf Prozent).
Aus Nicht-EU-Staaten kamen insgesamt 971.639 Migranten (65,2 Prozent) nach Deutschland. Darunter waren unter anderem 31.053 Syrer (zwei Prozent) und 19.872 Afghanen (1,3 Prozent).
Weniger Migranten aus der EU
Gleichzeitig zogen etwa 1,25 Millionen Menschen aus Deutschland fort. „Damit ist die Nettozuwanderung gegenüber dem Vorjahr mit minus 45 Prozent deutlich gesunken (2024: 430.000 Personen)“, schrieben die Statistiker in dem Bericht. „Im Jahr 2025 sind rund 235.000 Personen mehr nach Deutschland zugezogen als aus Deutschland fortgezogen.“

Hintergrund der sinkenden Zahl ist laut der Behörde eine „geringere Nettozuwanderung aus den Hauptherkunftsländern von Asylsuchenden“. Und: „Eine weitere Ursache für die sinkende Nettozuwanderung ist die weiterhin rückläufige Zuwanderung aus den Staaten der Europäischen Union (EU).“
Deutsche wandern häufig in EU-Länder aus
Hingegen sind mit rund 97.000 Bürgern 16.000 Deutsche mehr ausgewandert als im Vorjahr. „Bei Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit ist seit 2005 eine Nettoabwanderung festzustellen.“ Von ihnen wanderten 23.000 in die Schweiz, 14.000 nach Österreich und 10.000 nach Spanien aus.

Innerhalb Deutschlands sind knapp eine Million Bürger in ein anderes Bundesland gezogen. „Brandenburg verzeichnete mit einem positiven Saldo von 9.000 Personen den größten Wanderungsüberschuss, gefolgt von Bayern und Schleswig-Holstein (jeweils plus 8.000 Personen)“, schrieben die Statistiker. Währenddessen verlor Berlin 12.000, Thüringen 6.000 und Nordrhein-Westfalen 5.000 Einwohner. (mas)






