DORTMUND. Vor dem Landgericht Dortmund hat der Prozess gegen eine gewalttätige Jugendbande begonnen, deren Mitglieder sich dabei gefilmt haben sollen, wie sie wahllos Passanten zusammengeschlagen. Die Staatsanwaltschaft wirft den sieben Mitgliedern der selbsternannten „Knappi-Gang“ unter anderem versuchten Totschlag und schwere Körperverletzung vor. Die 17- bis 20jährigen haben die syrische, afghanische und eritreische und deutsche Staatsangehörigkeit, berichtete die Bild.
Die Jugendbande griff im August 2025 eine fünfköpfige Gruppe an. Diego F. soll gefilmt haben, wie Faiz G. und Abdul-Kadir A. die anderen Männer brutal zusammenschlugen und Abolfazl A. ihnen Pfefferspray ins Gesicht sprühte. „Er liegt auf dem Boden, fick seine Mutter, stech’ ihn“, feuerte ein Mitglied der „Knappi-Gang“ seinen Kollegen an.
Dortmund. „Fick seine Mutter, stech’ ihn!“, „Ey, lass mich auch!“
Eine brutale „Jugendbande“ (u.a. Syrer, Afghanen, Eritreer) steht seit heute vor Gericht. Sie quälten ihre Opfer zu ihrer Feizeit Belustigung. Für am Boden liegende gab es Karatetritte gegen Kopf, Bauch und… pic.twitter.com/oa5h4ah37B
— loop23 (@realityloop23) May 11, 2026
Sie schlugen die Männer mehrere Male ins Gesicht und traten ihnen in den Bauch. „Ey, lass mich auch“, schrie ein Mitglied der Bande, um ebenfalls die bereits verletzten Opfer zu attackieren. Selbst als sie auf dem Boden lagen, traten die Angreifer auf ihre Köpfe ein. Die Jugendlichen flüchteten, als sich die Polizei näherte.
SEK nimmt Jugendbande fest
Das SEK hatte bereits Anfang Dezember fünf Tatverdächtige festgenommen. Dabei soll das Video geholfen haben. „Man sieht dort mehrere Täter, die auf mehrere Geschädigte einschlagen und treten ganz massiv gegen die Köpfe, teils mit Anlauf, immer wieder, obwohl sie schon am Boden liegen“, erklärte Maribel Andersson von der Staatsanwaltschaft Dortmund gegenüber „RTL“.

Die Täter waren bereits polizeibekannt. Ein 17jähriges Bandenmitglied etwa war schon zuvor wegen des Führens eines verbotenen Gegenstands, Schwarzfahrens und gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen in Erscheinung getreten. Er wurde in seinem Kinderzimmer überwältigt. Einem weiteren Jugendlichen, Maxim W., wird auch Raub und unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen.
Bis zum Prozessbeginn folgten weitere Festnahmen, aber auch Freilassungen, weil kein dringender Tatverdacht vorgelegen haben soll. Ein weiterer Verdächtiger stellte sich freiwillig. Nach einer Aussage von W. kam eine Woche vor Prozessbeginn ein weiteres Mitglied in Untersuchungshaft. Die Angeklagten wollen sich kommenden Montag zu den Vorwürfen äußern. (mas)






