PRENZLAU/EBERSWALDE. In Brandenburg hat es die AfD zunächst erneut nicht geschafft, einen Landratsposten zu erobern. Bei der Wahl in der Uckermark wurde Landrätin Karina Dörk (CDU) im Amt bestätigt. Sie setzte sich im ersten Wahlgang gegen den einzigen Gegenkandidaten, den AfD-Landtagsabgeordneten Felix Teichner, durch. Sie erhielt 60,0, ihr Herausforderer 40,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,3 Prozent.
Teichner hatte noch am Wahltag Negativ-Schlagzeilen produziert, weil der Volksmusiksänger Heino eine Klage gegen ihn einreichte. Denn auf Social Media hatte der Politiker mit dem Slogan geworben: „Am Sonntag würde Heino Felix wählen!“ Unter Anspielung auf ein Lied des 87jährigen hieß es außerdem: „Am Sonntag zählt es! Ja, so blau, blau, blau blüht die Uckermark.“
Doch Teichner hatte weder Heino um Erlaubnis gefragt noch auf die Abmahnung von dessen Anwalt reagiert, die Werbung sofort zu beenden. Nun verlangt der Sänger auch ein Schmerzensgeld in Höhe von 250.000 Euro wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte. Der Bild sagte er: „Ich empfinde es als Unverschämtheit, mich ungefragt zum Gesicht einer Partei zu machen.“ Zwar sei bei seinen Konzerten „jeder willkommen, egal, was er wählt“, doch „diese Aktion geht mir eindeutig zu weit“.
Im Barnim schafft es der AfD-Kandidat in die Stichwahl
Im nordöstlich von Berlin gelegenen Landkreis Barnim schaffte es der AfD-Bewerber Matthäus Mikolaszek am Sonntagabend mit 30,0 Prozent in die Stichwahl gegen Landrat Daniel Kurth (SPD), auf den 40,9 Prozent entfielen.

Mit 20,1 Prozent chancenlos war Daniel Sauer, der von der CDU, den Freien Wählern und der FDP unterstützt wurde. Auf den Einzelbewerber Andreas Bergener entfielen 9,0 Prozent. In zwei Wochen gehen Mikolaszek und Kurth in die Stichwahl. Die Wahlbeteiligung lag hier bei 47,7 Prozent.
Vor vier Wochen hatte die AfD-Kandidaten Christine Beyer bei der Stichwahl im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße hauchdünn gegen CDU-Kontrahent Martin Heusler verloren (die JF berichtete). (fh)