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18-monatige Haftstrafe: Die Posse um Marla-Svenja aka Sven Liebich endet mit der Festnahme

18-monatige Haftstrafe: Die Posse um Marla-Svenja aka Sven Liebich endet mit der Festnahme

18-monatige Haftstrafe: Die Posse um Marla-Svenja aka Sven Liebich endet mit der Festnahme

Der Festgenommene als Marla-Svenja und Sven Liebich – jeweils vor Gericht.
Der Festgenommene als Marla-Svenja und Sven Liebich – jeweils vor Gericht.
Der Festgenommene als Marla-Svenja und Sven Liebich – jeweils vor Gericht. Fotos: picture alliance/dpa (2) | Sebastian Willnow & Hendrik Schmidt
18-monatige Haftstrafe
 

Die Posse um Marla-Svenja aka Sven Liebich endet mit der Festnahme

Nach acht Monaten auf der Flucht nimmt die Polizei den wegen Volksverhetzung verurteilten Sven Liebich, der sich zuletzt Marla-Svenja nannte, in Tschechien fest. Dabei trägt er Kleidung, die nicht wirklich überrascht.
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SCHÖNBACH BEI ASCH (TSCHECHIEN). Die Posse um den Rechtsextremisten Sven Liebich, der während seines Verfahrens wegen Volksverhetzung sein Geschlecht in weiblich änderte und sich fortan Marla-Svenja nannte, ist vorbei. Die Polizei nahm ihn am Donnerstagmittag im tschechischen Schönbach bei Asch (Krásná) auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls fest.

Seit der 55jährige im August vergangenen Jahres seine 18-monatige Haftstrafe in einem Frauengefängnis antreten sollte, war er auf der Flucht. Er war nicht erschienen. In der Zwischenzeit unterhielt der gebürtige Magdeburger seine Follower mit Posts in den sozialen Medien. Auch über seinen Aufenthaltsort, legte er immer wieder – wahrscheinlich falsche – Fährten.

Der Zugriff im Nachbarland erfolgte nun aufgrund verdeckter Ermittlungen, wie die Bild-Zeitung berichtet. Dabei trug er keineswegs Frauenkleider, wie in den letzten Tagen seines Prozesses. Die Beamten nahmen ihn in Männerkleidung und mit rasiertem Kopf fest.

Liebich ging erfolglos durch drei Instanzen

Oberstaatsanwalt Dennis Cernota erklärte: „Es wird jetzt ein formales Auslieferungsverfahren eingeleitet mit dem Ziel der Überstellung des Verurteilten von Tschechien nach Deutschland.“ Der Prozess könne allerdings mehrere Tage oder auch Wochen dauern, sagte er der Bild.

Laut dem Ankläger habe es „in der jüngeren Vergangenheit eine Zusammenarbeit zwischen der Polizeiinspektion Halle/Saale und den tschechischen Behörden“ gegeben.

Liebich war bereits 2023 vom Amtsgericht Naumburg wegen Volksverhetzung, Beleidigung und übler Nachrede zu der Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Dagegen legte er Berufung vor dem Landgericht ein. Als Angeklagter ergriff er das letzte Wort und sprach verteilt über mehrere Tage insgesamt 13 Stunden lang (die JF berichtete).

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Die Richter unterbrachen ihn nicht. Denn dies hätte einen Rechtsfehler bedeutet und die Revision deswegen wahrscheinlich Erfolg gehabt. Am 2. August 2024 bestätigten die Richter das Urteil aus der Vorinstanz. Das Oberlandesgericht verwarf schließlich im Mai 2025 auch die Revision. Damit wurde die Haftstrafe rechtskräftig, die er nun antreten muss. (fh)

Der Festgenommene als Marla-Svenja und Sven Liebich – jeweils vor Gericht. Fotos: picture alliance/dpa (2) | Sebastian Willnow & Hendrik Schmidt
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