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SPD-Debakel in Rheinland-Pfalz: Nach der Wahlklatsche hat Schweitzer keine Zeit für Krisensitzung in Berlin

SPD-Debakel in Rheinland-Pfalz: Nach der Wahlklatsche hat Schweitzer keine Zeit für Krisensitzung in Berlin

SPD-Debakel in Rheinland-Pfalz: Nach der Wahlklatsche hat Schweitzer keine Zeit für Krisensitzung in Berlin

Verlor nach der Wahl auch die Lust auf eine Reise nach Berlin: SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer. Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen
Verlor nach der Wahl auch die Lust auf eine Reise nach Berlin: SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer. Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen
Verlor nach der Wahl auch die Lust auf eine Reise nach Berlin: SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer. Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen
SPD-Debakel in Rheinland-Pfalz
 

Nach der Wahlklatsche hat Schweitzer keine Zeit für Krisensitzung in Berlin

Nach der Niederlage in Rheinland-Pfalz sagt Alexander Schweitzer seine Berlin-Reise kurzfristig ab und schaltet sich nur digital zu. In der SPD wächst unterdessen der Druck auf Parteichefs Lars Klingbeil und Bärbel Bas.
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BERLIN. Er hat eine historische Wahlniederlage kassiert und seinen Posten als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz verloren (die JF berichtete live). Danach blieb Alexander Schweitzer (SPD) dem Krisentreffen der Genossen kurzfristig fern. Statt wie geplant nach Berlin zu reisen, schaltete er sich nur digital zum Treffen der Parteispitze um Lars Klingbeil und Bärbel Bas zu.

Offiziell sprach die SPD von „kurzfristig eingetretenen Terminänderungen“. Intern wird jedoch von einem demonstrativen Affront berichtet.

Besonders brisant: Selbst Parteikollegen sollen nicht informiert gewesen sein. Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger wartete am Flughafen vergeblich auf Schweitzer. Andere SPD-Politiker hatten sich nach Wahlniederlagen zuvor demonstrativ in Berlin gezeigt. Schweitzer hingegen hatte bereits am Wahlabend die Verantwortung indirekt nach Berlin geschoben: „Wir spüren heute Abend Trends, die stark sind und ihre Ursachen nicht in Rheinland-Pfalz haben.“

Klingbeil kündigt nach Wahl Änderungen an

Innerhalb der Partei wächst unterdessen der Druck auf die Führung. Aus Niedersachsen wurden Rücktrittsforderungen gegen Klingbeil und Bas berichtet. Die SPD-Politikerin Doris Schröder-Köpf brachte Anke Rehlinger als mögliche Parteichefin ins Spiel. Sowohl Rehlinger als auch Verteidigungsminister Boris Pistorius lehnten jedoch ab. Pistorius erklärte, eine Personaldebatte sei „unverantwortlich“. Rehlinger betonte, sie wolle im Saarland bleiben.

Klingbeil selbst schloss einen Rücktritt aus. „Da ducke ich mich nicht weg“, sagte er mit Blick auf die politische Lage. Stattdessen kündigte er Reformen an. Noch am Montag will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Gespräche mit der SPD-Spitze führen. Die Koalition steht nach der Wahlniederlage unter erheblichem Druck. (rr)

Verlor nach der Wahl auch die Lust auf eine Reise nach Berlin: SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer. Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen
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