Jeanne d‘ Arc als Schutzheilige einer politischen Bewegung; unter anderem darauf setzte die Action française. Doch die Organisation überschätzte ihren eigenen Einfluß und versäumte Chancen zum Machtgewinn im Frankreich des frühen 20. Jahrhunderts.
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Ich bin „DEUTSCHER“ – Warum nicht auch Sie ? !
Frankreich, sagt Goethe zu Eckermann, sei das Land der geschichtlichen Gegensätze.
In nichts konnten die Franzosen Maß halten, daher der Radikalismus des Umschwungs;
nach wenig mehr als einem Jahre folgte der Eroberung von Moskau die Kapitulation von Paris.
In der BRD lebt der Monarchismus auch wohl vor allem in der Klatschpresse. Aber den Bevormundungsstaat, den die Monarchien so sehr schufen, wollen- sozusagen von Habeck bis Höcke – alle Parteien…
Bin kein Monarchist, halte Monarchien aber auch nicht für so absurd.
Immerhin hat nicht nur Großbritannien bis heute eine Monarchie, sondern auch Dänemark, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Spanien und Liechtenstein.
Das sind alles keine antidemokratischen Unrechtsstaaten.
Monarchien mögen zwar nicht das krasseste Gegenstück zu Bevormundungsstaaten sein, aber auch nicht gerade deren Begünstiger. Eher im Gegenteil: Republiken mit mehr oder weniger seriösen Parvenus als „Präsidenten“ neigen dazu, in Ideologiestaaten umzukippen: Die jeweils herrschenden Parteien versuchen dann, Staat und Gesellschaft bis in ihre kleinsten Verästelungen mit ihren Parteikadern zu durchdringen, um a) ihre Dominanz abzusichern und b) der Gesellschaft betonköpfig ihre angebliche Heilslehre aufzuzwingen.
Parlamentarisch-konstitutionelle Monarchien mögen zwar nicht gerade immun machen gegen solche Tendenzen, sind aber zumindest ein Hindernis.
Mit einem Monarchen an der Spitze können Politiker den Staat nicht mehr so sehr als ihre persönliche Beute betrachten, sondern müssen sich als Teil von etwas fühlen, das größer und erhabener sei als sie selbst.
„Schon 1971 bildete sich eine linke Sezession unter der Bezeichnung Nouvelle Action Française, deren Zeitung den sprechenden Titel Lys Rouge – „Rote Lilie“ trug. Wohin deren politische Sympathien gingen, war daran abzulesen, daß der Führer der Nouvelle Action, Bertrand Renouvin, 1981 zur Wahl des Sozialisten Mitterrand aufrief“
Es gibt keine Institution, die die Linken nicht zu unterwandern und zu übernehmen versuchen.
Ich verstehe nicht, warum so viele Franzosen solch ein Problem mit einem intakten, souveränen und unzerstörten Deutschland neben sich haben und hatten.
Umgekehrt ist das doch auch nicht der Fall.
Deutschland hatte nie ein Problem damit, ein Frankreich als Nachbarn zu akzeptieren und mit ihm konstruktiv klarzukommen.
Die Feindseligkeit ging eindeutig einseitig von Frankreich aus.
– Es gab keinen deutschen Napoleon, der Frankreich erobern und beherrschen wollte.
– Der deutsch-französische Krieg entstand aus dem Widerstand Frankreichs gegen die Einigung Deutschlands.
– Zur (deutschen) Kaiserzeit war es wiederum Frankreich, das unermüdlich das Offensiv-Bündnis mit Rußland suchte, während Deutschland die unversöhnliche Haltung Frankreichs bedauerte und als Bündnispartner nur die „miteingekreisten“ Mitteleuropäer Donaumonarchie und Osmanisches Reich fand.
– Auch im Ersten Weltkrieg hatte Deutschland keinerlei Gebietsansprüche gegen Frankreich, sehr wohl aber umgekehrt Frankreich gegen Deutschland.
– Selbst Hitler wollte eigentlich nichts von Frankreich. Frankreich wurde besetzt, weil es Deutschland (gemäß dessen Beistandspakt ggü. Polen) den Krieg erklärt und ihn verloren hatte.
Man muß aber auch sehen, daß sowohl Deutschland, aber auch Frankreich, etwa seit Anfang des 19. Jahrhundert dynamisch wachsende Bevölkerungen waren. Seit der Erfindung der „Pille“ ist das in Deutschland und Frankreich offensichtlich nicht mehr so, im Gegenteil, aber das ist ein Thema für sich.
Was geschieht wenn Bevölkerungen wachsen? Wir beobachten das (vor allem,. aber auch anderswo) in Afrika. Dann entwickelt sich MIgration.
Was geschieht, wenn Migration nicht auf militärischen Widerstand stößt, das beobachen wir hier in Europa. Ein modernes Phänomen, früher gab es da nur Krieg, und nichts sonst.
Wie sieht es da mit Frankreich aus?
Eine wachsende Bevölkerung braucht #Platz. Die Franzosen haben eine lange Küste. Darum sind sie eine Seefahrer-Nation (Outre Mer). Sie konnten ihr Bevölkerungswachstum nach Übersee „entsorgen“. Aber nicht unbegrenzt.
Das Französische Volk brauchte Lebensraum, da aber wurde die lange Küste zum Problem. Wie dehnt man eine Küste aus? Geht auch militärisch nicht.
Also: Lebensraum im O s t e n.
Ja, nicht nur die deutschen Nazis kamen beim Blick auf den Globus auf ihrem Schreibtisch auf diese Idee. Im Osten, da hindern keine Küsten.
Deutschland hatte im 19. Jahrhundert ein stärkeres Bevölkerungswachstum als Frankreich. Aber die Auswanderung gen Osten war marginal. Stattdessen wanderten Abermillionen von Deutschen nach Übersee aus, insbesondere in die USA, aber auch Südamerika. Nur hörten sie dort eben auf, die deutsche Sprache zu sprechen, und unterwarfen sich kulturell den englisch-, portugiesisch- oder spanischsprachigen Herren im Land.
Die Deutschstämmigen waren bei der Volkszählung im Jahr 2000 in den USA die stärkste Gruppe: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Census-2000-Data-Top-US-Ancestries.jpg
Thilo Sarrazin will sogar ausgerechnet haben, daß in den USA heute mehr Deutschstämmige leben als in Deutschland selber.
Was aber natürlich damit zu tun hat, daß die Deutschstämmigen in den USA in den seltensten Fällen „rein“ deutschstämmig geblieben sind, sondern sich vermischt haben. Wer um einen deutschen Urgroßvater weiß, zählt dann automatisch mit zu den Deutschstämmigen.
Ich glaube auch nicht, daß die Franzosen Deutschland als potenzielles Siedlungsgebiet in Betracht zogen.
Sie wollten es einfach nur kaputt haben.
So bösartig waren die Deutschen zwar 1x gegenüber Polen, aber nie gegenüber Frankreich.
Dieses 1000- jährige okkupante Frankreich ist eine schwer zu tragende Last / BÜRDE
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