Maueropfer

Berliner Mauer
 

Forschungsprojekt dokumentiert Biographien der Maueropfer

Maueropfer
Kreuze für Maueropfer am Checkpoint Charlie (mittlerweile entfernt) Foto: Wikipedia/Magnus Manske

BERLIN. Mindestens 136 Menschen starben zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer – die meisten von ihnen beim Versuch, die Sperranlage zu überwinden und in den Westen zu gelangen.

Die Biographien der Opfer liegen nun zusammengefaßt in einem Buch („Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989“) vor, das kommende Woche in der Gedenkstätte Berliner Mauer vorgestellt werden soll. Sie können aber bereits jetzt auch im Internet aufgerufen werden.

Die Biographien sind das Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Stiftung Berliner Mauer. Ziel war es, Klarheit über die unterschiedlichen Opferzahlen zu erlangen. Diese schwankten bislang zwischen 80 und über 200. Um hier Abhilfe zu schaffen, haben die Wissenschaftler über 370 Fälle recherchiert und überprüft.

Unter den 136 Opfern sind auch acht getötete DDR-Grenzsoldaten

Die meisten der Getöteten waren junge Männer zwischen 16 und 30 Jahren. Allerdings starben auch acht Kinder unter 16 Jahren. Der Großteil der Todesopfer (90) ist in den Jahren zwischen 1961 und 1969 zu verzeichnen.

In der Liste der 136 Menschen, die an der Berliner Mauer ihr Leben verloren, sind auch DDR-Grenzsoldaten enthalten, die im Dienst durch Fahnenflüchtige, Kameraden, Flüchtlinge, einen Fluchthelfer sowie einen West-Berliner Polizisten getötet wurden. (krk)

 

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