Anzeige
Anzeige

Auch Bundesregierung entzückt: Viel Lob für geplantes Handelsabkommen zwischen EU und Indien

Auch Bundesregierung entzückt: Viel Lob für geplantes Handelsabkommen zwischen EU und Indien

Auch Bundesregierung entzückt: Viel Lob für geplantes Handelsabkommen zwischen EU und Indien

India New Delhi - January 27, 2026 EU-India summit 2026 The 16th EU-India summit takes place on 27 January 2026 in New Delhi. The summit is hosted by Narendra MODI, Prime Minister of India. António COSTA, President of the European Council, Ursula VON DER LEYEN, President of the European Commission, Kaja KALLAS, EU High Representative for Foreign Affairs and Security Policy, and Maroš ŠEFCOVIC, European Commissioner for Trade and Economic Security, represent the EU. HAndelsabkommen bestätigt.
India New Delhi - January 27, 2026 EU-India summit 2026 The 16th EU-India summit takes place on 27 January 2026 in New Delhi. The summit is hosted by Narendra MODI, Prime Minister of India. António COSTA, President of the European Council, Ursula VON DER LEYEN, President of the European Commission, Kaja KALLAS, EU High Representative for Foreign Affairs and Security Policy, and Maroš ŠEFCOVIC, European Commissioner for Trade and Economic Security, represent the EU. HAndelsabkommen bestätigt.
EU-Ratspräsident Antonio Costa. Indiens Premier Modi und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (v.l.n.r.): Viel Begeisterung mnach Ankündigung. Foto: picture alliance / ROPI | Sierakowski/EU
Auch Bundesregierung entzückt
 

Viel Lob für geplantes Handelsabkommen zwischen EU und Indien

Nach knapp 20 Jahren Verhandlungen ist ein Abschluß in Sicht: Vertreter der EU und Indiens haben in den Gesprächen zu einem gemeinsamen Handelsabkommen eine Einigung erzielen können. Obwohl noch nichts unterzeichnet ist, kommen bereits positive Rückmeldungen aus Politik und Wirtschaft.
Anzeige

BERLIN. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat sich erfreut über das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien gezeigt. „In einer Zeit voller Umbrüche setzen wir damit bewußt auf Offenheit, Verläßlichkeit und starke Partnerschaften“, heißt es in einem X-Beitrag des Bundesfinanzministeriums. Auch die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen (CDU), sprach von einem großen Erfolg. Die EU und Indien „würden Geschichte schreiben“ und die Partnerschaft zwischen den „größten Demokratien der Welt“ vertiefen.

Mit dem Abkommen würde eine Freihandelszone mit zwei Milliarden Menschen geschaffen, von der „beide Seiten wirtschaftlich profitieren würden“, betonte von der Leyen. Die EU und Indien hätten der Welt ein Signal gegeben, „daß eine auf Regeln basierende Zusammenarbeit immer noch zu großartigen Ergebnissen führt“. Das Abkommen sei erst der Anfang, betonte die Kommissionspräsidentin. Beide Partner wollten auf diesem Erfolg aufbauen und die Beziehungen ausbauen, um „noch stärker zu werden“.

Zölle auf Autos könnten drastisch sinken

Laut EU-Kommission handelt es sich bei dem geplanten Abkommen um die „ehrgeizigste Handelsöffnung, die Indien jemals einem Handelspartner gewährt hat“. Indiens Premierminister Narendra Modi sprach von einem „Meilenstein für die Beziehung beider Partner“. Aus der Wirtschaft sind ebenfalls positive Stimmen zu hören: BMW-Chef Oliver Zipse sagte, daß sowohl „Mercosur als auch das Abkommen mit Indien für Deutschland als Exportnation von großer Bedeutung seien“ und daß sich die EU mit den geplanten Abkommen „auf einem guten Weg befinde“.

Konkret soll Indien der EU laut Kommission unter anderem großzügige Zollsenkungen auf Autos gewähren. Geplant ist die Senkung von aktuell bis zu 110 Prozent auf schrittweise zehn Prozent – auf Autoteile sollen die Zölle innerhalb von fünf bis zehn Jahren vollständig entfallen. Auch bisherige Zölle auf Maschinen, Chemikalien und Arzneimittel sollen weitestgehend abgeschafft werden.

Indien erhält halbe Milliarde Euro für Klimaschutz

Ausfuhrzölle der EU auf Landwirtschafts- und Lebensmittel soll es nach Inkrafttreten des Abkommens weitestgehend ebenfalls nicht mehr geben. Dies würde „Landwirten einen Zugang zu einem riesigen Markt“ eröffnen, teilte die Kommission mit. Das Abkommen enthält zudem beidseitige Verpflichtungen zur Verbesserung des Umweltschutzes, zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Stärkung von Frauen. Zudem soll Indien von der EU in den nächsten zwei Jahren 500 Millionen Euro zur Verringerung der Treibhausgasemissionen erhalten.

Nach einer juristischen Überprüfung der ausgehandelten Textentwürfe werden diese im nächsten Schritt in alle EU-Amtssprachen übersetzt und anschließend dem Europäischen Rat zur Unterzeichnung vorgelegt. Sollte der Rat den Vorschlag annehmen, kann das Abkommen von der EU und Indien unterzeichnet werden. Erst danach wird im EU-Parlament darüber abgestimmt. Fällt die Abstimmung positiv aus und auch Indien ratifiziert das Abkommen, kann dieses in Kraft treten. (JF)

EU-Ratspräsident Antonio Costa. Indiens Premier Modi und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (v.l.n.r.): Viel Begeisterung mnach Ankündigung. Foto: picture alliance / ROPI | Sierakowski/EU
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles