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Autokrise: Gewinne von BMW und Daimler Truck brechen ein

Autokrise: Gewinne von BMW und Daimler Truck brechen ein

Autokrise: Gewinne von BMW und Daimler Truck brechen ein

Dunkle Zeiten brechen auch für BMW – hier die Konzernzentrale in München – an.
Dunkle Zeiten brechen auch für BMW – hier die Konzernzentrale in München – an.
Schwere Zeiten in der Autobranche, auch für BMW – hier die Konzernzentrale in München – an. Foto: picture alliance/dpa | Peter Kneffel
Autokrise
 

Gewinne von BMW und Daimler Truck brechen ein

Die Krise der Autoindustrie schlägt zunehmend auf die Bilanzen durch. Nach Volkswagen melden nun auch BMW und Daimler Truck deutliche Gewinneinbrüche. Besonders der Preiskampf in China belastet die Hersteller.
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MÜNCHEN. Auch BMW hat im vergangenen Jahr die Folgen der globalen Autokrise deutlich zu spüren bekommen. Das operative Ergebnis (Ebit) sank um 11,5 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit Corona. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 7,5 Milliarden Euro – ein Minus von drei Prozent. Der Umsatz ging um 6,3 Prozent auf 133,5 Milliarden Euro zurück.

Zuvor hatte bereits der Volkswagen-Konzern einen massiven Gewinneinbruch gemeldet (die JF berichtete).  Auch der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck liefert Schockzahlen: Das Konzernergebnis brach im Jahr 2025 um 34 Prozent ein. Von 3,1 Milliarden Euro auf zwei Milliarden Euro.

Bei BMW schwächelt vor allem das Autogeschäft. Die operative Marge sank auf 5,3 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Wert seit 2020. Zwar liegt der Konzern damit noch innerhalb seiner eigenen Zielspanne von fünf bis sieben Prozent, bleibt jedoch deutlich unter dem früher formulierten Anspruch von acht bis zehn Prozent. Belastet wurde das Geschäft vor allem durch den intensiven Preiskampf in China. Dort brach der Absatz der Marken BMW und Mini um mehr als zwölf Prozent ein. Zusätzlich drücken internationale Handelskonflikte auf die Profitabilität. Zölle in den USA und der Europäischen Union belasten die Marge laut Unternehmen um etwa 1,5 Prozentpunkte.

Zipses letzte Zahlen als BMW-Chef

Im Vergleich zu den wichtigsten Konkurrenten steht BMW dennoch vergleichsweise stabil da. Beim operativen Ergebnis liegen die Münchner mit 10,2 Milliarden Euro vor Mercedes mit 5,8 Milliarden Euro und dem Volkswagen-Konzern mit 8,9 Milliarden Euro. BMW hatte früh auf flexible Produktionsstrukturen gesetzt und sei im Premiumsegment klar positioniert. Das verschafft dem Konzern in der aktuellen Krise einen gewissen Puffer.

Für das laufende Jahr gibt sich BMW dennoch vorsichtig. Der Konzern erwartet einen moderaten Rückgang beim Vorsteuerergebnis. Die Rendite im Autogeschäft dürfte sich nur in einer Spanne von vier bis sechs Prozent bewegen. Die nun vorgelegten Zahlen waren zugleich die letzten unter Konzernchef Oliver Zipse. Mitte Mai soll Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic die Führung des Unternehmens übernehmen. Er steht vor der Aufgabe, die vergleichsweise stabile Position des Konzerns in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld zu behaupten. (rr)

Schwere Zeiten in der Autobranche, auch für BMW – hier die Konzernzentrale in München – an. Foto: picture alliance/dpa | Peter Kneffel
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