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BDA: Arbeitgeberverband kann mit der Brandmauer „nichts anfangen“

BDA: Arbeitgeberverband kann mit der Brandmauer „nichts anfangen“

BDA: Arbeitgeberverband kann mit der Brandmauer „nichts anfangen“

Christdemokrat und BDA-Geschäftsführer Kampeter, der auf Distanz zur Brandmauer geht.
Christdemokrat und BDA-Geschäftsführer Kampeter, der auf Distanz zur Brandmauer geht.
„Wir reden“: Christdemokrat und BDA-Geschäftsführer Kampeter. Foto: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann / SVEN SIMON
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Arbeitgeberverband kann mit der Brandmauer „nichts anfangen“

Der Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände äußert sich kritisch zur Brandmauer. Man sehe sich nicht als „Zensor, ob die AfD gut oder schlecht ist“. Würde er denn dann auch mit Weidel diskutieren?
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BERLIN. Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, hat sich kritisch zur „Brandmauer“ geäußert. „Arbeitgeberpräsident Dulger und ich haben uns ja länger darüber unterhalten. Wir können mit dem Prinzip Brandmauer nichts anfangen“, sagte Kampeter im Podcast von Paul Ronzheimer. Rainer Dulger ist Präsident der BDA.

Die Menschen, die in Betrieben arbeiteten, die sich unter dem BDA-Dach zusammenfinden, seien politisch divers. „Und es ist nicht Aufgabe der Arbeitgeber, denen vorzuschreiben, was sie zu wählen, was sie auch zu unterlassen haben.“ So gebe es auch Betriebsräte, die der AfD näherstünden. Die würden auch von Arbeitgeberseite respektiert.

Kritik an AfD-Positionen

Kampeter machte deutlich, dass man Inhalte bewerten müsse. Dabei unterstrich er seine Kritik an AfD-Positionen. „Ich kann Ihnen sagen: Das Programm auf nationaler Ebene mit der europakritischen und natokritischen Grundauffassung der AfD ist für die Exportnation Deutschland ein fundamentaler Nachteil.“ Zugleich betonte er, die BDA sehe sich nicht als „Zensor, ob die AfD gut oder schlecht ist und ob man die wählen darf“.

Auf die Frage Ronzheimers, ob er seine Haltung auch mit AfD-Politikern bespreche, antwortete Kampeter: „Ich, wir reden mit denjenigen, die mit uns den Dialog suchen, die in unsere Veranstaltungen kommen, die uns schreiben.“ Ronzheimer hakte weiter nach: Ob er auch mit AfD-Chefin Alice Weidel diskutiere? „Ich habe mit Alice Weidel das Gespräch nicht gesucht. Ich suche auch nicht mit jedem SPD- und CDU- und FDP-Politiker das Gespräch.“

Die BDA versteht sich als „authentische Stimme der deutschen Arbeitgeber“ und vertritt nach eigener Auskunft die sozial- und wirtschaftspolitischen Interessen von rund einer Million Unternehmen mit 30,5 Millionen Beschäftigten. Geschäftsführer Kampeter ist CDU-Mitglied und saß von 1990 bis 2016 für die Partei im Deutschen Bundestag. (ser)

„Wir reden“: Christdemokrat und BDA-Geschäftsführer Kampeter. Foto: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann / SVEN SIMON
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