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Rußland-Sanktionen: Rußland-Sanktionen: Benzin und Diesel steigen im Preis

Rußland-Sanktionen: Rußland-Sanktionen: Benzin und Diesel steigen im Preis

Rußland-Sanktionen: Rußland-Sanktionen: Benzin und Diesel steigen im Preis

Die Öl-Raffinerie in Schwedt vor einem leicht bewölkten Himmel.
Die Öl-Raffinerie in Schwedt vor einem leicht bewölkten Himmel.
Öl-Raffinerie in Schwedt: EU-Sanktionen sorgen für Engpässe Foto: picture alliance/dpa | Patrick Pleul
Rußland-Sanktionen
 

Rußland-Sanktionen: Benzin und Diesel steigen im Preis

Wegen der EU-Sanktionen gegen Rußland droht bei Benzin und Diesel in Deutschland der nächste Preisschock. Profiteure dürften Indien und China sein, die als Zwischenhändler einspringen könnten. Alleine Indien hat seinen Export innerhalb eines Jahres verfünffacht.
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BERLIN. Wegen der EU-Sanktionen gegen Rußland werden Benzin und Diesel in Deutschland vermutlich bald deutlich teurer werden. Ab dem 5. Februar ist der Import von verarbeitetem Öl aus Rußland in die EU verboten, wie Focus berichtete. Rohöl darf bereits seit Dezember nur unter Auflagen eingeführt werden. Betroffen ist vor allem Deutschland, das bisher einen Großteil seines Bedarfs aus russischen Quellen deckte.

In der Vergangenheit importierte die EU jährlich über 200 Millionen Barrel, was 80 Prozent des deutschen Verbrauchs entsprach. Ab Februar muß der Rohstoff aus anderen Ländern kommen. Als wahrscheinliches Szenario gilt, daß Indien als Zwischenhändler einspringen wird, das mit 900.000 Barrel täglich Moskau nun einen Großteil des fossilen Energieträgers abnimmt. Gleichzeitig hat der Subkontinent seinen Export innerhalb eines Jahres verfünffacht.

Mit kasachischen Öl Sanktionen abmildern

Neben Indien ist auch China zu einem Großabnehmer geworden. Nach Focus-Analyse exportiert China bisher Öl zwar nicht direkt in die EU, jedoch in andere asiatische Staaten. Auf diesem Weg könnte der Rohstoff aus russischen Quellen gleichfalls wieder in deutsche Zapfsäulen gelangen. Dann allerdings nicht über Pipelines, sondern aufwendig mit Tankschiffen.

Die Bundesregierung versucht, die Auswirkung der Sanktionen gerade für die östlichen Bundesländer abzumildern, indem sie den Energieträger aus Kasachstan importiert. In diesem Szenario stammt das Rohöl dann nicht aus russischen Quellen, lediglich die russische Infrastruktur würde benutzt werden. In jedem Szenario gilt, dass es in Deutschland zu Engpässen kommen könnte, bis sich neue Lieferketten aufgebaut haben. (JF)

Öl-Raffinerie in Schwedt: EU-Sanktionen sorgen für Engpässe Foto: picture alliance/dpa | Patrick Pleul
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