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Frauenquote: Soll auf alle Unternehmensformen ausgeweitet werden Foto: dpa

Frauenverbände
 

Bündnis fordert Frauenquote für alle Unternehmensformen

BERLIN. Ein Bündnis von 16 Frauenverbänden hat die Frauenquote für alle Unternehmensrechtsformen in Deutschland gefordert. In einem gemeinsamen Appell zur Bundestagswahl mahnen die Verbände, die laut eigenen Angaben 12,5 Millionen Frauen vertreten, zudem wirksame Sanktionsmöglichkeiten an.

Das Bündnis setzt sich für die „gleiche Teilhabe“ von Frauen in der Wirtschaft ein und rühmt sich, „maßgeblich“ zum Frauenquoten-Gesetz 2015 beigetragen zu haben. „Die Gleichberechtigung von Frauen in Arbeitswelt und Gesellschaft kommt zu langsam und nicht entschieden genug voran“, schreiben die Verbände in ihrer aktuellen „Berliner Erklärung 2017“.

„Nationaler Aktionsplan“ für Umsetzung

Darin fordern sie die bisher für börsennotierte Unternehmen geltende Frauenquote von 30 Prozent auf alle deutschen und ausländischen Unternehmensrechtsformen auszuweiten. Zudem müsse sie für die Vorstände und die beiden darunterliegenden Führungsebenen gelten. Gremien in Medien, Kultur, Medizin und Wissenschaft sollen künftig paritätisch besetzt werden.

Überdies solle die Überwachung der Lohngleichheit von Männern und Frauen weiterentwickelt werden. Alle Regierungsressorts sollen sich „entsprechend qualifizieren und strukturell organisatorisch aufstellen“. Die künftige Regierung müsse einen „Nationalen Aktionsplan“ entwickeln, damit diese und andere Forderungen umgesetzt werden. (ls)

Frauenquote: Soll auf alle Unternehmensformen ausgeweitet werden Foto: dpa
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