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Sparbuch
Sparbuch: Strafzinsen könnten bald die Regel werden Foto: picture alliance

Politik der Europäischen Zentralbank
 

Deutsche Bank rechnet mit Strafzinsen für Sparer

FRANKFURT/MAIN. Als eines der ersten Geldinstitute hat die Skatbank Strafzinsen für Sparer eingeführt. Kunden, die dort mehr als 500.000 als Tagesgeld angelegt haben, müssen künftig jährlich 0,25 Prozent des Geldes an die Skatbank abführen. Laut der Deutschen Bank dürfte dies bald die Regel sein.

„Einige wenige Banken berechnen ihren Kunden jetzt schon negative Zinsen“, sagte der Chefanlagestratege des zur Deutschen Bank gehörenden Deutschen Asset & Wealth Management, Asoka Wöhrmann, der Welt am Sonntag. „Das dürfte angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank bald keine Seltenheit mehr sein.“

Zugleich forderte Wöhrmann die Deutschen auf, ihr Geld nicht mehr anzulegen, sondern auszugeben. „Nach Abzug der Inflation legt jeder Sparer drauf, er verliert Jahr für Jahr einen Teil seines Geldes“, betonte der Finanzexperte. „Jedes Institut, das bei der Notenbank Geld lagert, muß dafür eine Art Strafzins von 0,2 Prozent zahlen. Bislang geben die Banken diesen negativen Zins höchstens an Geschäftskunden weiter. Doch das trifft bald auch Privatkunden.“ (ho)

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