Altersarmut
Rentner in Berlin auf der Suche nach Pfandflaschen: Immer mehr Deutsche werden im Alter arm sein Foto: picture alliance / ZB

Studie
 

Immer mehr Deutschen droht Altersarmut

DUISBURG. Trotz jahrzehntelanger Berufstätigkeit müssen sich immer mehr Deutsche auf ein Alter in Armut einstellen. Zu diesem Schluß kommt eine Studie des Institutes für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen, aus der die Bild-Zeitung zitiert. Ein Durchschnittsverdiener mit einem Monatsgehalt von rund 2.900 Euro müsse den Berechnungen zufolge immer länger arbeiten, wenn er später eine Rente in Höhe des derzeitigen Sozialhilfesatzes erzielen wolle.

Demnach müsse jemand, der mit einem Durchschnittsgehalt im Jahr 2015 in Rente gehe, mindestens 28 Jahre gearbeitet haben, um eine Rente von knapp 690 Euro zu erhalten. Gehe der Durchschnittsverdiener erst nach 2029 in Rente, müsse er für diesen Betrag 31,6 Jahre gearbeitet haben. Habe er in seinem Berufsleben ein Einkommen erzielt, welches mit 2.300 Euro bei achtzig Prozent der durchschnittlichen Löhne liege, muüsse er für eine Rente auf Hartz-IV-Niveau sogar 39,5 Jahre durchgehend berufstätig gewesen sein.

Die sogenannte „Grundsicherung im Alter“ erhält jeder Renter, dessen Bezüge unter dem derzeitigen Sozialhilfesatz liegen. Der Grund, warum immer mehr Deutsche trotz jahrzehntelanger Arbeit auf diese Sozialleistung angewiesen seien, liege laut den Autoren der Studie an der gesetzlich beschlossenen Absenkung des Renten-Niveaus. (FA)

Rentner in Berlin auf der Suche nach Pfandflaschen: Immer mehr Deutsche werden im Alter arm sein Foto: picture alliance / ZB
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