Markus Krall Freiheit oder Untergang
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Internetkriminalität
 

Anonymous: Angriffe weiten sich aus

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OP Megaupload: Als Megaupload von Behörden gesperrt wurde, begann Anonymous mit seinen Angriffen auf Internetseiten weltweit Foto: Megaupload

BERLIN. Die Hacker-Gruppierung Anonymous hat ihre Angriffe ausgeweitet. Am Sonntag wurden die Netzseiten von polnischen und brasilianischen Regierungsorganisationen sowie von Firmen in Frankreich und Rumänien durch DOS–Angriffe außer Funktion gesetzt und sind gar nicht oder nur zeitversetzt erreichbar.

Bereits am vorigen Freitag waren Anonymous-Attacken auf die Webseiten des FBI und anderer Regierungsorganisationen erfolgt und hatten diese stundenlang lahmgelegt. Grund dafür war die Schließung der Internetplattform „Megaupload“, welche unter anderem zur Verbreitung von illegalen Raubkopien diente. Die Angriffe auf polnische Webseiten wird durch die Unterstützung Polens für einen Vertrag zur Bekämpfung von Internetpiraterie gerechtfertigt.

Hauptinstrument von Anonymous ist der sogenannte DDoS-Angriff („distributive denial of service“, zu dt. etwa erzwungene Dienstabweisung). Mithilfe von vielen Einzel-Rechnern wird eine große Zahl an Anfragen an einen „Server“ gestellt, solange, bis dieser unter der Last zusammenbricht und nicht mehr erreichbar ist. Mithilfe von Werkzeugen wie der „Low Orbit Ion Cannon“ (LOIC) können größere DDoS-Attacken koordiniert werden. Weltweit verfügen knapp 60.000 Menschen  über das Programm LOIC. (CvM)

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