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Einfach der letzte Schrott

Wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst, setzt bei Politikern – und nicht nur bei diesen – die Ratio aus. Das ist nicht neu. Fragen, was denn geschehen solle, wenn die Leute nun einmal nicht mehr als X Butter und Y Waschmaschinen pro Jahr kaufen, grenzen für viele schon an Ketzerei gegenüber dem Wachstumsglauben. Soll weiteres Wirtschaftswachstum künstlich erzeugt werden, etwa mit Schulden für den Straßenbau oder Weltraumeroberungszüge? Was denn sonst, lautete bisher die programmatische Antwort. Daß jetzt aber auch noch aus der defizitären Staatskasse eine 2.500-Euro-Prämie ausgezahlt wird, wenn man sein funktionsfähiges, aber mindestens neun Jahre altes Auto verschrottet und sich ein neues Euro-4-Auto kauft, stellt alle bisherigen Maßnahmen zur künstlichen Produktionssteigerung in den Schatten. Der Umweltschutz soll diese Wachstumsrettungsmaßnahme der „Klimakanzlerin“ wieder mal rechtfertigen helfen. Dabei werden bei der Produktion eines Autos durchschnittlich etwa 25 Tonnen Müll produziert; der Energieaufwand dafür ist höher, als durch die Fahrleistung in einem „Autoleben“ verbraucht wird, sagt der Verkehrs-Club Deutschland. Damit ist die Verschrottung von Autos mittels Prämie nicht nur ökonomisch unsinnig, wie auch marktliberale Professoren warnen, sondern auch ökologisch der letzte Schrott. Wer Umweltschutz als Maßnahme zur Produktionssteigerung versteht, hat nichts verstanden und produziert am Ende noch mehr Umweltzerstörung. Lobbyisten wie Ex-Minister Matthias Wissmann vom Verband der Automobilindustrie sind begeistert – und Regierungspolitiker ihre willigen Vollstrecker. Man könnte über diesen Politzirkus lachen, ginge es nicht um so ernsthafte Dinge wie die Zukunft unseres Landes.

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