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Ökologischer Autoneid

Wer heutzutage einen Geländewagen kauft, fährt da-mit selten abseits der Straße. Trotzdem gibt es gute Gründe, ein solches Sport Utility Vehicle (SUV) zu erwerben. Man sitzt schön hoch, die Federung läßt jedes Schlagloch zu einem sanften Ruckeln werden – und ein SUV hat ordentlich Knautschzone, wenn es kracht. Natürlich braucht man mehr Sprit, doch Diesel ist immer noch preiswert. Und als Lkw zugelassen spart man viel Kfz-Steuer. Ein Geländewagen ist nicht gerade billig in der Anschaffung – aber wie man sein Geld ausgibt, das muß Privatsache sein. In Großbritannien und Frankreich sieht man die Dinge allerdings weniger freiheitlich. Londons Oberbürgermeister Ken Livingstone ließ sich nämlich kürzlich zu einer bösen Neidattacke gegen SUV-Fahrer hinreißen. Demnach seien diese Autos nur Statussymbole, die in der Stadt nichts verloren hätten. Jeder, der mit so einer Kiste seine Kinder zur Schule bringe, sei ein „kompletter Idiot“, meinte der Labour-Linksaußen. Sein Pariser Amtskollege Bertrand Delanoë plant eine 3.200 Euro schwere Strafsteuer für die großen Autos – natürlich als „Umweltabgabe“ verbrämt. Die dortigen Grünen wollen noch mehr: Sie würden den Geländewagen das Recht auf einen Parkplatz gänzlich streichen. Ob damit wirklich dem Klimaschutz geholfen oder nur populistische Aggression gegen „Reiche“ geschürt werden soll, ist aber fraglich. Denn ein SUV produziert kaum mehr Emissionen als zwei Autos der Golfklasse. Interessant wäre zu erfahren, in welchen Autos die beiden Sozialisten chauffiert werden. Daß sie sich als Chefs von Weltmetropolen in Drei-Liter Lupos oder überfüllte Züge zwängen, dürfte eher unwahrscheinlich sein.

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