RÜDESHEIM. Mutmaßliche Linksextreme haben das Niederwalddenkmal in Hessen mit Parolen verunstaltet. Zwischen Montagabend und Dienstagmorgen schmierten die bisher unbekannten Täter unterhalb des Hauptreliefs „FCK NZS“ und auf eine angrenzende Mauer „FCK AFD“ sowie „161“, bestätigte ein Sprecher der Polizei gegenüber der JUNGEN FREIHEIT am Donnerstag.
Das Staatsschutz-Kommissariat „ermittelt nun wegen einer gemeinschädlichen Sachbeschädigung“. Bei einer der Schmierereien handelt es um die Zahlenkombination „161“, die in der Szene für „Antifaschistische Aktion“ steht.

Die Verunstaltungen seien bereits entfernt worden. „Die erforderlichen Reinigungskosten belaufen sich ersten Schätzungen nach auf mehrere Tausend Euro“, teilte die Polizei mit.
Niederwalddenkmal als Zeichen des deutschen Friedens
Das am Rhein liegende Niederwalddenkmal zählt neben etwa dem Hermannsdenkmal in Detmold oder dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig zu den Deutschen Nationaldenkmälern. Zudem ist es Teil des Unesco-Welterbes.

1883 weihte Kaiser Wilhelm I. das Niederwalddenkmal ein. Es soll an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und die daran anknüpfende Gründung des Deutschen Kaiserreichs erinnern.
Nicht der erste Angriff auf Denkmäler
Immer wieder werden nationale Denkmäler Ziel von linken Angriffen. Ende 2024 etwa stürzten mutmaßliche Linksextremisten eine überlebensgroße Bronzestatue des ehemaligen Reichskanzlers Otto von Bismarck vom Sockel und beschmierten sie (JF berichtete).
Konkret wurde der Sockel mit den Worten „Antikoloniale Aktion“ und die Statue mit dem Wort „coloniser“ (deutsch: Kolonisator) besprüht. Ein entsprechendes Selbstbezichtigungsschreiben wurde auf der linksextremen Plattform Indymedia veröffentlicht. (mas)





