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Ungarischer Staatsbürger festgenommen: Obdachloser soll Kältebus abgefackelt haben

Ungarischer Staatsbürger festgenommen: Obdachloser soll Kältebus abgefackelt haben

Ungarischer Staatsbürger festgenommen: Obdachloser soll Kältebus abgefackelt haben

Ausgebrannter Kaeltebus auf dem Parkplatz der Berliner Stadtmission (Foto vom 29.12.2025). Der VW-Crafter war in der Nacht zu Sonntag vollstaendig ausgebrannt. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Ein Zeuge hatte zuvor eine Person an den geparkten Fahrzeugen bemerkt. Durch das Feuer wurde ein weiterer Kaeltebus leicht beschaedigt. (Siehe epd-Meld...
Ausgebrannter Kaeltebus auf dem Parkplatz der Berliner Stadtmission (Foto vom 29.12.2025). Der VW-Crafter war in der Nacht zu Sonntag vollstaendig ausgebrannt. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Ein Zeuge hatte zuvor eine Person an den geparkten Fahrzeugen bemerkt. Durch das Feuer wurde ein weiterer Kaeltebus leicht beschaedigt. (Siehe epd-Meld...
Zerstörter Kältebus der Obdachlosenhilfe: Polizei nimmt tatverdächtigen Ausländer fest. Foto: picture alliance / epd-bild | Rolf Zoellner (Zöllner)
Ungarischer Staatsbürger festgenommen
 

Obdachloser soll Kältebus abgefackelt haben

Mit mehreren Kältebussen will die Berliner Obdachlosenhilfe im Winter Wohnungslosen helfen. Doch in diesem Jahr kämpft die soziale Einrichtung mit Brandanschlägen auf ihre Fahrzeuge. Nun konnte ein Verdächtiger festgenommen werden, der selbst keine Meldeadresse in Deutschland besitzt.
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BERLIN. Die Berliner Polizei hat nach einer Serie von Brandanschlägen auf sogenannte Kältebusse der Obdachlosenhilfe einen Verdächtigen festgenommen. Der aus Ungarn stammende Mann, der in Deutschland keine Meldeadresse besitzt, wurde von Sicherheitsmitarbeitern der Berliner Stadtmission auf frischer Tat ertappt und konnte dann den eintreffenden Beamten übergeben werden.

„Wir ermitteln wegen des Verdachts der Brandstiftung“, sagte eine Sprecherin der Polizei. Ein erster Atemalkoholtest habe einen Wert von 1,6 Promille ergeben. Der Bus selbst wurde komplett zerstört und kann nicht wieder eingesetzt werden. Bereits am Wochenende war ein Bus der Obdachlosenhilfe in der Hauptstadt angezündet und zerstört worden. Auch ein danebenstehender Wagen der sozialen Einrichtung wurde dabei schwer beschädigt. Die Polizei prüft derzeit, ob es einen Zusammenhang zwischen den vorherigen Brandanschlägen und dem festgenommenen Mann mit ungarischer Staatsangehörigkeit gibt.

Welle der Solidarität

Die Obdachlosenhilfe zeigte sich erleichtert über die Festnahme. „Wir sind dankbar, daß der Fall so vermutlich abgeschlossen werden kann und unsere Kältebusse und Mitarbeitenden wieder sicher sind“, schrieb der Verein auf Instagram. Schon nach dem ersten Brandanschlag hatte es eine Welle der Solidarität mit der Einrichtung gegeben. Allein die Stiftung der Deutschen Bahn soll 70.000 Euro gespendet haben.

Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) hatte den ersten Anschlag scharf verurteilt. „Wer Fahrzeuge zerstört, die dazu da sind, Menschen vor dem Erfrieren zu schützen, greift nicht nur Sachwerte an, sondern gefährdet unmittelbar Leben“, sagte die Politikerin. Die Obdachlosenhilfe unterhält in Berlin drei dieser Busse, die an kalten Wintertagen Essen, Getränke und Wärmedecken an Wohnungslose verteilen. (ho)

Zerstörter Kältebus der Obdachlosenhilfe: Polizei nimmt tatverdächtigen Ausländer fest. Foto: picture alliance / epd-bild | Rolf Zoellner (Zöllner)
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