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Brandenburg: Nach Übergriffen verschärft Havel-Therme Einlaßregeln

Brandenburg: Nach Übergriffen verschärft Havel-Therme Einlaßregeln

Brandenburg: Nach Übergriffen verschärft Havel-Therme Einlaßregeln

Mädchen sitzt am Rand eines Schwimmbeckens (Symbolbild): In der Haveltherme kam es in der Vergangenheit zu sexuellen Übergriffen. Foto: picture alliance/dpa | Annette Riedl
Mädchen sitzt am Rand eines Schwimmbeckens (Symbolbild): In der Haveltherme kam es in der Vergangenheit zu sexuellen Übergriffen. Foto: picture alliance/dpa | Annette Riedl
Mädchen sitzt am Rand eines Schwimmbeckens (Symbolbild): In der Haveltherme kam es in der Vergangenheit zu sexuellen Übergriffen. Foto: picture alliance/dpa | Annette Riedl
Brandenburg
 

Nach Übergriffen verschärft Havel-Therme Einlaßregeln

Nach Belästigungen, Handgreiflichkeiten und einer Messerstecherei zieht die Havel-Therme in Werder Konsequenzen. Vor allem alkoholisierte Männergruppen sorgten zuletzt für Probleme. Der Betreiber reagiert nun mit strengen Zugangsbeschränkungen.
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WERDER. Die Havel-Therme in Werder an der Havel hat nach mehreren gravierenden Vorfällen ihre Einlaßregeln deutlich verschärft. Hintergrund sind wiederholte Übergriffe auf weibliche Badegäste. Nach Angaben des Betreibers seien dabei insbesondere alkoholisierte Männergruppen auffällig geworden. „Wir hatten große Probleme, vor allem mit Männergruppen, die teils auch noch alkoholisiert waren“, sagte Geschäftsführer Andreas Schauer der Bild-Zeitung.

Dabei sei es nicht bei verbalen Entgleisungen geblieben. „Bis hin zu Begrapschungen von Gästen und Personal und sogar Messerstechereien auf dem Parkplatz“, schilderte Schauer die Vorfälle. Zwar habe man bereits einen Sicherheitsdienst eingesetzt, doch habe sich gezeigt, daß diese Maßnahme allein nicht ausgereicht habe, um die Situation dauerhaft zu beruhigen.

Als Reaktion führte der Betreiber zusätzliche Zugangsbeschränkungen ein. Künftig darf ein Geschlecht beim Einlaß das andere nur noch um maximal 20 Prozent überwiegen. Wird diese Grenze erreicht, folgt ein temporärer Einlaßstopp, auch wenn die Therme insgesamt noch nicht ausgelastet ist. Ziel sei es, problematische Konstellationen frühzeitig zu verhindern und die Sicherheit der Gäste zu erhöhen.

Strenges Geschlechterverhältnis und Gruppenanmeldung

Auf der Internetseite der Therme heißt es zur Begründung: „Zur Aufrechterhaltung einer angenehmen, familienfreundlichen Atmosphäre achten wir auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern und beim Einlaß von Gruppen.“ Weiter wird darauf hingewiesen, daß es „unabhängig von der Auslastung zur Verweigerung des Zutritts kommen“ könne.

Neu ist zudem eine Anmeldepflicht für Gruppen. Zusammenschlüsse ab drei Personen müssen sich, ausgenommen Familien mit Kindern, spätestens zwei Tage vor dem geplanten Besuch per E-Mail anmelden. Ohne entsprechende Bestätigung wird kein Einlaß gewährt. Das gilt auch dann, wenn bereits ein Online-Ticket erworben wurde.


Schauer betonte, der Betreiber nehme seine Verantwortung ernst. „Wir werden hier keine Zustände akzeptieren wie in einem Freibad“, erklärte er. Ziel sei es, den Gästen Sicherheit zu garantieren. Die Maßnahmen seien mit Polizei und zuständigen Behörden abgestimmt worden. Nach Angaben des Geschäftsführers stoßen die neuen Regeln bereits auf positive Rückmeldungen. „Gerade viele Frauen sagen uns, daß sie sich jetzt wohler fühlen“, sagte Schauer. (sv)

Mädchen sitzt am Rand eines Schwimmbeckens (Symbolbild): In der Haveltherme kam es in der Vergangenheit zu sexuellen Übergriffen. Foto: picture alliance/dpa | Annette Riedl
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