BERLIN/WISMAR. Die Bundestagsfraktion der Grünen hat den Fall eines gestrandeten Buckelwals in der Ostsee als „Auftrag“ für den „konsequenten“ Kampf gegen die „Klimakrise“ bezeichnet. „Timmys tragische Geschichte führt uns vor Augen: Unsere Ökosysteme sind in Gefahr“, schrieb sie auf dem Kurznachrichtendienst X am Gründonnerstag. Das Schicksal des Tieres „berührt uns alle“, hieß es weiter.
Timmys tragische Geschichte führt uns vor Augen: Unsere Ökosysteme sind in Gefahr. Ozeanverschmutzung, Klimakrise und Überfischung bedrohen Wale und viele andere Arten. Wir müssen diese Warnsignale ernst nehmen und Arten- und Meeresschutz stärken.
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— Grüne im Bundestag 🇪🇺🏳️🌈 (@GrueneBundestag) April 2, 2026
Hintergrund ist die jüngste Berichterstattung über die mehrfachen Versuche, den Wal zu retten und ihm auf dem Weg zurück in den Atlantik zu helfen. Zunächst war „Timmy“ am 3. März im Wismarer Hafen gesichtet worden, als er sich kurzzeitig in einem Netz verfangen hatte. Die Feuerwehr und die Wasserschutzpolizei konnten Teile davon entfernen.
Der gestrandete Wal soll obduziert werden
Knapp drei Wochen später strandete das Tier erneut, diesmal vor dem Timmersdorfer Strand. Der niedrige Wasserstand ließ ein Weiterschwimmen nicht zu, weshalb eine Rinne gegraben wurde. Seit Dienstag befindet sich der Wal vor der Insel Poel nahe der Wismarer Bucht. Am Mittwoch wurden die Rettungsaktionen eingestellt, da das zunehmend geschwächte Tier kaum noch auf Hilfe der Menschen reagierte. Seine Haut ist inzwischen verpilzt, auch sein Atem schwächelt zunehmend. Experten trauen „Timmy“ geringe Überlebenschancen zu.
Nach seinem Tod soll der Buckelwal obduziert werden, um die Gründe für seine Irrfahrt festzustellen. Experten des Meeresschützervereins „Sea Shepherd“ zufolge soll er einem Heringsschwarm über die Nordsee gefolgt sein. Wale treten grundsätzlich selten in der Ostsee auf. Die meisten Arten können aufgrund eines niedrigen Salzgehaltes im Wasser, der die Haut und den Stoffwechsel belastet, nicht dauerhaft überleben. (kuk)







