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Migrationspolitik: Bereits 350.000 ukrainische Männer im wehrfähigen Alter leben in Deutschland

Migrationspolitik: Bereits 350.000 ukrainische Männer im wehrfähigen Alter leben in Deutschland

Migrationspolitik: Bereits 350.000 ukrainische Männer im wehrfähigen Alter leben in Deutschland

Mehr als 1,3 Millionen Ukrainer leben bereits in Deutschland. Darunter viele ukrainische Männer, die in ihrer Heimat eigentlich als wehrfähig gelten. Foto: IMAGO / EHL Media
Mehr als 1,3 Millionen Ukrainer leben bereits in Deutschland. Darunter viele ukrainische Männer, die in ihrer Heimat eigentlich als wehrfähig gelten. Foto: IMAGO / EHL Media
Mehr als 1,3 Millionen Ukrainer leben bereits in Deutschland. Darunter viele ukrainische Männer, die in ihrer Heimat eigentlich als wehrfähig gelten. Foto: IMAGO / EHL Media
Migrationspolitik
 

Bereits 350.000 ukrainische Männer im wehrfähigen Alter leben in Deutschland

Die Zahl ukrainischer Männer im wehrfähigen Alter in Deutschland wächst deutlich. Während in der Ukraine ein Ausreiseverbot gilt, kritisiert die Union, dass viele von ihnen Sozialleistungen beziehen.
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BERLIN. Die Zahl ukrainischer Männer im Alter zwischen 18 und 63 Jahren in Deutschland hat innerhalb eines Jahres deutlich zugenommen. Nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge hielten sich zum Stichtag 9. März 1.340.362 Menschen in Deutschland auf, die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg eingereist sind.

Darunter befanden sich 349.520 Männer und 500.393 Frauen im Alter zwischen 18 und 63 Jahren. Ein Jahr zuvor lag die Zahl der Männer dieser Altersgruppe noch bei 297.660.

Damit stieg ihre Zahl binnen zwölf Monaten um mehr als 50.000 Personen. Auch die Zahl der Frauen nahm zu, allerdings deutlich langsamer. Politisch sensibel sind die Zahlen, weil in der Ukraine seit Beginn der russischen Invasion eine Generalmobilmachung gilt. Männer im wehrpflichtigen Alter dürfen das Land grundsätzlich nicht verlassen. Im August lockerte Kiew die Regelungen teilweise: Seitdem dürfen Männer bis zum Alter von 22 Jahren ausreisen. Die steigende Zahl männlicher Flüchtlinge sorgt auch in der deutschen Politik für Kritik. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), erklärte, „wehrfähige junge Männer aus der Ukraine gehören nicht ins deutsche Sozialleistungssystem“. Andere europäische Staaten wie Polen hätten ihre Leistungen bereits angepasst.

Ukrainische Männer sollen nicht mehr in die EU

Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) äußerte sich besorgt über die Entwicklung. Die Ukraine müsse dafür sorgen, dass junge Männer „nicht mehr in die Europäische Union auswandern können“ – zumindest nicht in dem bisherigen Ausmaß.

Ende 2025 brachte die Bundesregierung eine rechtliche Änderung auf den Weg. Ukrainer, die nach April 2025 nach Deutschland einreisen, sollen künftig wie andere Asylbewerber behandelt werden. Ihre Bedürftigkeit wird stärker geprüft, außerdem wurde das sogenannte Schonvermögen auf 200 Euro abgesenkt. Der Bundestag muss darüber noch entscheiden. 321.000 Ukrainer sind inzwischen in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit finden ukrainische Männer derzeit deutlich schneller Arbeit als Frauen. (rr)

Mehr als 1,3 Millionen Ukrainer leben bereits in Deutschland. Darunter viele ukrainische Männer, die in ihrer Heimat eigentlich als wehrfähig gelten. Foto: IMAGO / EHL Media
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