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„Bereicherung“: Bärbel Bas warnt vor „Einheitsbraun“ ohne Migration

„Bereicherung“: Bärbel Bas warnt vor „Einheitsbraun“ ohne Migration

„Bereicherung“: Bärbel Bas warnt vor „Einheitsbraun“ ohne Migration

SPD-Chefin Bärbel Bas während einer Rede beim „Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt“. (Themenbild)
SPD-Chefin Bärbel Bas während einer Rede beim „Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt“. (Themenbild)
SPD-Chefin Bärbel Bas während einer Rede beim „Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt“. Foto: picture alliance / Chris Emil Janßen | Chris Emil Janssen
„Bereicherung“
 

Bärbel Bas warnt vor „Einheitsbraun“ ohne Migration

Einwanderung als Verteidigung der „Vielfalt“? SPD-Chefin Bas wirbt in einer Rede für noch mehr Migranten – und begründet das auch mit der NS-Diktatur.
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BERLIN. SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat mit Blick auf „bedrohte Vielfalt“ für verstärkte Einwanderung nach Deutschland plädiert. „Wir wehren uns auch gegen dieses sogenannte Einheitsgrau, ich würde es sogar -braun nennen“, sagte sie während beim „Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt“ des Deutschen Kulturrats am Donnerstag. „Auch wenn manche sich danach sehnen – so ist es halt nicht mehr, und das ist auch gut so.“

Zuvor gab Bas einer Vorrednerin recht, dass man Migration nicht „auf den wirtschaftlichen Aspekt“ reduzieren dürfe. Zwar würden Fachkräfte in vielen Branchen fehlen. Es sei aber auch wichtig, auch „kulturell die Bereicherung“ anzunehmen. Auch beklagte Bas, dass die offene Gesellschaft zum Bedrohungsszenario umgedeutet werde. „Das sogenannte Fremde wird zum Angriff auf ‘unsere Kultur’ betitelt. Auch das kennen wir leider aus der Vergangenheit – gerade aus der deutschen Geschichte.“ Es sei eine Konsequenz aus der NS-Zeit, bei der „Furcht vor dem vermeintlich Bedrohlichen oder Fremden“ als „Demokratinnen und Demokraten“ dagegenzuhalten.

AfD-Chefin warf Bas „Realitätsverleugnung“ vor

Vor zwei Wochen hatte die SPD-Chefin während einer Regierungsbefragung im Bundestag bestritten, dass Migration für steigende Sozialausgaben verantwortlich ist. „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein“, sagte sie auf eine Frage des AfD-Abgeordneten René Springer (JF berichtete). Auf dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes verteidigte sie ihre Aussage. Zwar lehne die Bundesregierung Sozialleistungsmissbrauch ab und bekämpfe diesen. Zugleich verabscheue sie es, wenn „Rechtsextreme auf dem Rücken ihrer schmutzigen politischen Geschäfte“ Fachkräfte und Asylbewerber gegeneinander ausspielen würden.


Mehrere Politiker hatten ihre Aussage kritisiert. CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer bezeichnete den Sozialstaat als „überlastet“ und betonte, die ihn finanzierenden Bürger würden immer wütender. „Für Bedürftige ist immer weniger Geld da, weil die Falschen, die nie in das System einbezahlt haben und das nie tun werden, von uns alimentiert werden.“ AfD-Chefin Alice Weidel warf der SPD „Realitätsverleugnung“ vor. Sie stünde demnach „symptomatisch für die Handlungsunfähigkeit einer Bundesregierung, die gar nichts ändern“ wolle. (kuk)

SPD-Chefin Bärbel Bas während einer Rede beim „Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt“. Foto: picture alliance / Chris Emil Janßen | Chris Emil Janssen
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