HERFORD. In der nordrhein-westfälischen Stadt Herford hat ein 15jähriger aus dem Nordirak mit ungeklärter Staatsangehörigkeit am Donnerstagabend einem 16jährigen ein Messer in den Rücken gerammt. Das Opfer kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus, der Täter war auf zunächst auf der Flucht, wurde nun aber festgenommen.
Das versuchte Tötungsdelikt spielte sich in einer Seitenstraße am Rande des Weihnachtsmarkts der Stadt ab, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Diese ermittelt derzeit wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit einer gefährlichen Körperverletzung.
Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge kannten sich Täter und Opfer. Eine Mordkommission übernahm die weiteren Ermittlungen. Die Polizei bittet auch nach der Festnahme des Tatverdächtigen Zeugen, sich zu melden.
Weihnachtsmarkt als Terrorziel
Weihnachtsmärkte gelten seit Beginn der Massenzuwanderung 2015 als besonders gefährdete Ziele. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Gewalttaten oder Terroranschlägen auf Weihnachtsmärkten durch migrantische Täter. So tötete im Dezember 2016 ein islamistisch motivierter Attentäter auf einem Berliner Weihnachtsmarkt 13 Menschen. Im vergangenen Jahr ermordete ein arabischstämmiger Angreifer auf einem Weihnachtsmarkt in Magdeburg sechs Personen. Und im Dezember 2018 kam es auf dem Weihnachtsmarkt im elsässischen Straßburg zu einem islamistischen Anschlag mit fünf Toten.

Die Veranstalter müssen inzwischen umfangreiche Sicherheitskonzepte vorlegen. Seit Jahren werden die Märkte mit Pollern vor Attentaten mit Fahrzeugen geschützt, es herrscht ein Messerverbot. (fh/lb)






