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Keine Entlastung geplant: Staat als Krisengewinnler: 3,6 Milliarden Euro Steuern mehr durch Gaspreis-Schock

Keine Entlastung geplant: Staat als Krisengewinnler: 3,6 Milliarden Euro Steuern mehr durch Gaspreis-Schock

Keine Entlastung geplant: Staat als Krisengewinnler: 3,6 Milliarden Euro Steuern mehr durch Gaspreis-Schock

Jetzt kommt die Gasumlage: Wirtschaftsminister Robert Habeck (l, Bündnis 90/Die Grünen), besichtigt während seines Besuchs in der VNG Gasspeicher GmbH einen Kavernenspeicher.
Jetzt kommt die Gasumlage: Wirtschaftsminister Robert Habeck (l, Bündnis 90/Die Grünen), besichtigt während seines Besuchs in der VNG Gasspeicher GmbH einen Kavernenspeicher.
Wirtschaftsminister Robert Habeck (l, Bündnis 90/Die Grünen), besichtigt während seines Besuchs in der VNG Gasspeicher GmbH einen Kavernenspeicher. Foto: picture alliance/dpa | Soeren Stache
Keine Entlastung geplant
 

Staat als Krisengewinnler: 3,6 Milliarden Euro Steuern mehr durch Gaspreis-Schock

BERLIN. Der explosionsartig gestiegene Gaspreis läßt die Staatseinnahmen steigen. Über die Umsatzsteuer wird die Ampel-Koalition 2022 3,6 Milliarden Euro mehr einnehmen als im Vorjahr.

Doch statt den Steuersatz von 19 auf sieben Prozent zu senken oder ganz auszusetzen, greift die Regierung den Bürgern ab heute noch tiefer in die Tasche: Die von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) initiierte Gas-Umlage kommt. Von bis zu 5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) ist die Rede, was Mehrkosten von bis zu 1000 Euro pro Haushalt verursachen würde.

Laut dem Branchenverband BDEW haben die Deutschen 2021 310 Milliarden Kilowattstunden Gas verbraucht. Der durchschnittliche Bruttopreis lag bei 6,56 Cent/kWh. Die Umsatzsteuer-Einnahmen aus dem Gasverbrauch beliefen sich auf 3,3 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2022 hatte sich der Gaspreis für Haushalte nach Angaben des Vergleichsportals Verivox mit 14 Cent pro Kilowattstunde bereits mehr als verdoppelt. Weitere Erhöhungen werden kommen.

Verivox: Umsatzsteuer-Senkung entlastet um 4,4 Milliarden

Bei einem ähnlichen Gasverbrauch würden die Haushalte nun über 6,9 Milliarden Euro Mehrwertsteuer bezahlen – ein Plus von 3,6 Milliarden. Was den Staat freut, wird für die Verbraucher zur Belastung. Doch eine Senkung der Umsatzsteuer auf sieben Prozent steht nicht zur Diskussion. Dabei würde dies laut Zahlen von Verivox eine Ersparnis von 4,4 Milliarden Euro bedeuten.

Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox gegenüber Bild: „Die Regierung könnte Gas zum lebensnotwendigen Gut erklären und den Mehrwertsteuersatz darauf von 19 auf sieben Prozent absenken. Dadurch würden die Haushalte im Jahr 2022 um 4,4 Milliarden Euro entlastet werden.“ (fh)

Wirtschaftsminister Robert Habeck (l, Bündnis 90/Die Grünen), besichtigt während seines Besuchs in der VNG Gasspeicher GmbH einen Kavernenspeicher. Foto: picture alliance/dpa | Soeren Stache
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