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Städtetag schlägt Alarm: Migration: Bald werden wieder Turnhallen gebraucht

Städtetag schlägt Alarm: Migration: Bald werden wieder Turnhallen gebraucht

Städtetag schlägt Alarm: Migration: Bald werden wieder Turnhallen gebraucht

Einwanderer, die an der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen (Hessen) auf ihre Reistrierung warten. Symboldbild von 2015.
Einwanderer, die an der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen (Hessen) auf ihre Reistrierung warten. Symboldbild von 2015.
Einwanderer, die an der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen (Hessen) auf ihre Reistrierung warten. Symboldbild von 2015: picture alliance / dpa | Boris Roessler
Städtetag schlägt Alarm
 

Migration: Bald werden wieder Turnhallen gebraucht

BERLIN. Die starke illegale Zuwanderung aus Afrika und dem Nahen Osten sowie die Fluchtbewegung aus der Ukraine macht sich nun bei den Kapazitäten der deutschen Städte bemerkbar. Immer mehr Bundesländer lassen sich für die Aufnahme ukrainischer Kriegsflüchtlinge sperren. Das findet der Städtetag alarmierend – er fordert, so schnell wie möglich einen neuen Flüchtlingsgipfel mit Ländern und Kommunen einzuberufen.

Dabei müsse dann über eine faire Verteilung gesprochen werden, erklärte dessen Präsident, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU), gegenüber der dpa. Die Länder müßten ihre Aufnahmekapazitäten erhöhen und der Bund rasch koordinierend eingreifen. Denn die Verteilung der Flüchtlinge funktioniere nicht mehr.

47 Prozent mehr illegale Einreisen

Vor allem die Zuwanderung aus dem arabischen Raum nimmt über die Balkan-Länder derzeit massiv zu. Die Bundespolizei hat seit Beginn des Jahres nur durch Stichproben bereits 36.100 Migranten bei unerlaubten Einreisen nach Deutschland registriert. Das sind 47 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die meisten kommen aus Syrien, Afghanistan, der Türkei, dem Irak und Tunesien.

Der Städtetag rechnet zudem damit, daß die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine mit Beginn der kalten Jahreszeit steigen werde. Gleichzeitig steige die Zahl der Asylbewerber und Flüchtlinge aus anderen Herkunftsländern. Lewe prognostizierte: „Im kommenden Winter werden etliche Städte Geflüchtete wieder in Hotels, Turnhallen oder anderen Einrichtungen unterbringen müssen.“ Auch die Plätze in Schulen und Kitas reichten absehbar nicht aus. (fh)

Einwanderer, die an der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen (Hessen) auf ihre Reistrierung warten. Symboldbild von 2015: picture alliance / dpa | Boris Roessler
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