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„Haß im Netz“: Ganserer: „Rechtsgerichtete Kräfte“ schüren Ängste vor Transgendern

„Haß im Netz“: Ganserer: „Rechtsgerichtete Kräfte“ schüren Ängste vor Transgendern

„Haß im Netz“: Ganserer: „Rechtsgerichtete Kräfte“ schüren Ängste vor Transgendern

Bundestagsmitglied Tessa Ganserer (Grüne): „Seit meinem Coming-out werde ich insbesondere in sozialen Medien mit Häme, Spott, Haß und sogar Drohungen überzogen“
Bundestagsmitglied Tessa Ganserer (Grüne): „Seit meinem Coming-out werde ich insbesondere in sozialen Medien mit Häme, Spott, Haß und sogar Drohungen überzogen“
Bundestagsmitglied Tessa Ganserer (Grüne): „Seit meinem Coming-out werde ich insbesondere in sozialen Medien mit Häme, Spott, Haß und sogar Drohungen überzogen“ Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Dwi Anoraganingrum
„Haß im Netz“
 

Ganserer: „Rechtsgerichtete Kräfte“ schüren Ängste vor Transgendern

BERLIN. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tessa Ganserer hat „Haß im Netz“ als „Nährboden für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ bezeichnet, die sich auf der Straße entlade. „In jüngster Zeit schüren vor allem rechtsgerichtete Kräfte Ängste vor transgeschlechtlichen Menschen“, kritisierte sie im Spiegel.

Es gebe in Deutschland eine mangelnde Aufklärung und viel Unwissenheit beim Thema Transsexualität. Die meisten Menschen hätten ihr Herz jedoch am rechten Fleck. „Ich hoffe, daß diese Mehrheit nicht zulassen wird, daß dieser Hass unsere Gesellschaft weiter vergiftet“, betonte Ganserer.

Ganserer: Haß im Netz ist psychische Gewalt

Die Grünen-Politikerin ist ein biologischer Mann und machte ihre Transsexualität im November 2018 öffentlich. Dabei legte sie auch ihren alten Vornamen Markus ab. „Seit meinem Coming-out werde ich insbesondere in sozialen Medien mit Häme, Spott, Haß und sogar Drohungen überzogen. Mir wird permanent meine Geschlechtszugehörigkeit in Abrede gestellt. Das alles ist psychische Gewalt“, klagte Ganserer.

Während der Regierungszeit der Union sei die „dringend notwenige Akzeptanzarbeit sträflich vernachlässigt“ worden. Die Ampelkoalition werde transgeschlechtliche Menschen entschädigen und sie mithilfe eines nationalen Aktionsplans künftig besser schützen.

Hintergrund ihrer Kritik sind mehrere Angriffe auf Transgender in den vergangenen Wochen. In Münster tötet mutmaßlich ein Tschetschene den transsexuellen Malte C. auf dem Christopher Street Day. Am Sonntag griff eine Jugendgruppe in einer Straßenbahn einen 57 Jahre alten biologischen Mann an, der als Frau lebt. Sie sollen ihr die Perücke heruntergerissen und sie als „Scheiß Transe“ beleidigt haben. Die 57jährige erlitt dabei schwere Gesichtsverletzungen. Zeugen und Anwohner beschrieben die Angreifer gegenüber die Bild-Zeitung als arabischstämmig. (zit)

Bundestagsmitglied Tessa Ganserer (Grüne): „Seit meinem Coming-out werde ich insbesondere in sozialen Medien mit Häme, Spott, Haß und sogar Drohungen überzogen“ Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Dwi Anoraganingrum
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