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Beschluß von SPD, CDU und FDP: Bremerhaven rudert mit Genderstern-Absage zurück

Beschluß von SPD, CDU und FDP: Bremerhaven rudert mit Genderstern-Absage zurück

Beschluß von SPD, CDU und FDP: Bremerhaven rudert mit Genderstern-Absage zurück

Gendersprache: Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP in Bremerhaven appellieren an den Bremer Senat, auf Landesbenene über eine gesetzliche Regelung zu Gendersprache zu entscheiden
Gendersprache: Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP in Bremerhaven appellieren an den Bremer Senat, auf Landesbenene über eine gesetzliche Regelung zu Gendersprache zu entscheiden
Gendersprache: Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP in Bremerhaven appellieren an den Bremer Senat, auf Landesbenene über eine gesetzliche Regelung zu Gendersprache zu entscheiden Foto: picture alliance / Christian Ohde / Chromorange
Beschluß von SPD, CDU und FDP
 

Bremerhaven rudert mit Genderstern-Absage zurück

Nach Gegenwehr rudern SPD, CDU und FDP der Stadt Bremerhaven beim Beschluß zurück, keine Gendersterne in Behördenschreiben zu verwenden. Geschlechtlichen Minderheiten seien ihnen nicht egal.
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BREMEN. Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP in Bremerhaven haben einen Beschluß zurückgenommen, der die Verwendung von Gendersternchen in Behördenschreiben untersagt hatte. „Daß über den Ausschluß von Sonderzeichen der Eindruck entstanden ist, geschlechtliche Vielfalt, die sich auch in gendersensibler Sprache abbildet, sei uns egal, war weder unsere Absicht, noch deckt sich das mit unseren politischen Überzeugungen“, sagten die Fraktionsvorsitzenden der Parteien laut dem Weser Kurier am Montag.

Die unterschiedlichen Reaktionen auf die Anordnung hätten ihnen gezeigt, daß der gewählte Weg nicht der richtige gewesen sei, führten die Fraktionschefs Sönke Allers (SPD), Thorsten Raschen (CDU) und Hauke Hilz (FDP) aus. In der Vergangenheit habe es bereits Ansätze dazu gegeben, die gesellschaftliche Vielfalt auch sprachlich zu berücksichtigen.

Diese seien jedoch meist krampfhaft verlaufen. Nun solle der Bremer Senat über eine gesetzliche Regelung auf Landesebene zu entsprechenden Sprachregelungen entscheiden, forderten die drei Politiker.

CDU und FDP: Wollen Menschen nicht ausschließen

CDU und FDP hatten den Beschluß zunächst verteidigt. Wir möchten, daß Dokumente einfach lesbar sind“, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende Hauke Hilz dem Portal buten un binnen. „Es ist nicht unsere Absicht, Menschen auszuschließen.“

Kritik hatten die Parteien für die Entscheidung von den Grünen erhalten. „Menschen sind nicht nur männlich oder weiblich. Und alle Menschen unserer Gesellschaft haben ein Recht darauf, sich angesprochen und anerkannt zu fühlen – auch von der Bremerhavener Stadtverwaltung“, betonte die Sprecherin für Frauen-, Queer- und Gleichstellungspolitik der Fraktion, Julia Stephan-Titze. (zit)

Gendersprache: Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP in Bremerhaven appellieren an den Bremer Senat, auf Landesbenene über eine gesetzliche Regelung zu Gendersprache zu entscheiden Foto: picture alliance / Christian Ohde / Chromorange
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